CED: Vergleich von Aufenthalten in Lehr- und Nicht-Lehrkrankenhäusern7. April 2020 Foto: © Vlad Kochelaevskiy/Adobe Stock Krankenhausaufenthalte tragen erheblich zu den jährlichen Gesundheitsausgaben im Zusammenhang mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) bei. Eine Senkung der Behandlungskosten ohne Beeinträchtigung der Ergebnisse hat eine zunehmende Priorität. Lehrkrankenhäuser (TH) haben in der Regel höhere Kosten und setzen in einem größeren Umfang Auszubildende in der Pflege ein als Gemeindekrankenhäuser. Es ist nicht bekannt, wie der Lehrstatus im Krankenhaus (HTS) die Behandlungsergebnisse beeinflusst. Wissenschaftler aus Philadelphia, USA, haben nun die Auswirkungen des HTS auf die Therapie-Ergebnisse bei Krankenhausaufenthalten von CED-Patienten untersucht. Die Vizient-Datenbank wurde verwendet, um Patienten zu identifizieren, die zwischen 2014 und 2018 wegen einer CED in ein Krankenhaus eingewiesen worden waren. Die Krankenhäuser wurden in die Gruppen Haupt-TH, Neben-TH und Nicht-TH unterteilt. Die Entlassungsdaten wurden analysiert, um einen Zusammenhang zwischen HTS und der mittleren Verweildauer (LOS), den mittleren direkten Kosten (DC), der 30-Tage-Wiederaufnahmequote (RR) sowie der Sterblichkeitsrate im Krankenhaus (MR) zu bewerten. Es wurden dabei auch die demografische Situation und die Komplexität der Krankheit berücksichtigt. Die Vizient-Datenbank umfasste in dem Analysezeitraum 29.863 Entlassungen aus 291 Krankenhäusern wegen C. ulcerosa und 62.698 Entlassungen aus 314 Krankenhäusern wegen M. Crohn. Die unbereinigte mittlere LOS, die mittlere DC und die 30-Tage-RR waren sowohl bei C. ulcerosa als auch bei M. Crohn in den THs höher. Die unbereinigte mittlere MR war in den wichtigsten TH für C. ulcerosa erhöht, jedoch nicht für M. Crohn. Nach der multivariablen Analyse war nur die 30-Tage-RR für C. ulcerosa in den wichtigsten TH im Vergleich zu den Nicht-TH sichtbar erhöht (1,98 %; 95 %-KI 0,33–3,61). Die erhobenen Studiendaten lassen darauf schließen, dass Unterschiede in den Messgrößen für eine kosteneffektive Krankenhausversorgung von CED-Patienten vor allem auf den Schweregrad der Krankheit und nicht auf den HTS zurückzuführen sind. Zukünftige Studien sollten die Faktoren untersuchen, die eine Ressourcennutzung bei Krankenhausaufenthalten von CED-Patienten vorantreiben können. (je)
Mehr erfahren zu: "Feste Routine statt Zwischenmahlzeiten: Ständiges Essen bringt zirkadianen Rhythmus der Leber aus dem Takt" Feste Routine statt Zwischenmahlzeiten: Ständiges Essen bringt zirkadianen Rhythmus der Leber aus dem Takt Lange hielt sich die Empfehlung, besser mehrere kleine Mahlzeiten anstatt drei großer einzuplanen. Aktuelle Studienergebnisse sprechen nun dafür, zugunsten der Gesundheit der Leber auf Zwischenmahlzeiten weitestgehend zu verzichten.
Mehr erfahren zu: "Inklusive Versorgung im Leben mit und nach Krebs: Projekt „SeiTeil“ gestartet" Inklusive Versorgung im Leben mit und nach Krebs: Projekt „SeiTeil“ gestartet Anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai machen die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) und die Bundesvereinigung Lebenshilfe auf bestehende Barrieren in der Krebsversorgung aufmerksam.
Mehr erfahren zu: "KI-Projekt KIMONA: Neue Technologien für Krebsregistermeldungen in NRW" KI-Projekt KIMONA: Neue Technologien für Krebsregistermeldungen in NRW Die Uniklinik Köln koordiniert ein Sechs-Milionen-Euro-Verbundprojekt zur automatisierten Auswertung medizinischer Dokumente.