CETP-Inhibition: Cholesterinsenkung ohne Herzschutz7. September 2017 © dlyastokiv – fotolia.com CETP-Inhibitoren schützen Hochrisiko-Patienten nicht vor kardiovaskulären Komplikationen. Dies zeigt eine randomisierte, placebokontrollierte Phase-III-Studie. Der Cholesterinester-Transferprotein (CETP)-Inhibitor Evacetrapib erhöht das HDL-Cholesterin und senkt das LDL-Cholesterin. Dennoch führt die Behandlung mit Evacetrapib bei Hochrisikopatienten offenbar nicht zu einer Verringerung der Rate an kardiovaskulären Ereignissen. Dies zeigt eine randomisierte, placebokontrollierte Phase-III-Studie mit 12.092 Patienten, die in den vorausgegangenen 30–365 Tagen ein akutes Koronarsyndrom gehabt hatten, eine cerebrovaskuläre Erkrankung, eine periphere vaskuläre Arterienerkrankung oder einen Diabetes mellitus mit koronarer Arterienerkrankung aufwiesen. Sie erhielten täglich entweder 130 mg Evacetrapib oder ein Placebo zusätzlich zur Standardtherapie. Der primäre Endpunkt war eine Kombination aus kardiovaskulärem Tod, Herzinfarkt, Schlaganfall, koronarer Revaskularisierung und Hospitalisierungen wegen instabiler Angina pectoris. Nach 3 Monaten war in der Evacetrapib-Gruppe eine Abnahme des LDL-Cholesterins um 31,1 % zu beobachten, verglichen mit einem Anstieg um 6,0 % in der Placebogruppe. Unter Evacetrapib kam es außerdem zu einem Anstieg des HDL-Choelsterins um 133,2 % verglichen mit einem Anstieg um 1,6 % unter Placebo. Nachdem 1363 der geplanten 1670 Endpunktereignise eingetreten waren, empfahl das Daten- und Sicherheitsüberwachungskomitee die Beendigung der Studie, da es an Wirksamkeit mangelte. Nach einem Median von 26 Monaten Evacetrapib oder Placebo war es bei 12,9 % der Patienten in der Evacetrapib-Gruppe und 12,8 % derjenigen in der Placebogruppe zu einem Endpunktereignis gekommen (HR 1,01; p=0,91). Autoren: Lincoff AM et al. Korrespondenz: Cleveland Clinic Coordinating Center for Clinical Research (C5Research), Department of Cardiovascular Medicine, Cleveland Clinic, Cleveland, Ohio, USA Studie: Evacetrapib and Cardiovascular Outcomes in High-Risk Vascular Disease Quelle: N Engl J Med 2017 May 18;376(20):1933–1942. Web: www.nejm.org
Mehr erfahren zu: "ROP: Dexamethason-Augentropfen könnten das Fortschreiten verlangsamen" ROP: Dexamethason-Augentropfen könnten das Fortschreiten verlangsamen Eine randomisierte klinische Studie hat gezeigt, dass Dexamethason-Augentropfen das Fortschreiten einer Frühgeborenen-Retinopathie (ROP) bei extrem frühgeborenen Kindern verlangsamen kann.
Mehr erfahren zu: "Gen-Knockdown könnte Genomeditierung in Retinazellen erleichtern" Gen-Knockdown könnte Genomeditierung in Retinazellen erleichtern Eine Forschungsgruppe aus den USA hat zwei Gene identifiziert, deren Hemmung die Effizienz nichtviraler Genomeditierung deutlich steigern könnte.
Mehr erfahren zu: "Herbst der Reformen? Die Netzhautmedizin ist schon weiter" Weiterlesen nach Anmeldung Herbst der Reformen? Die Netzhautmedizin ist schon weiter Prof. Uwe Pleyer von der Augenklinik der Charité – Universitätsmedizin Berlin berichtet an dieser Stelle regelmäßig über aktuelle ophthalmologische Themen. Die optische Kohärenztomographie (OCT) für zu Hause als ein Schritt […]