Chancengleichheit gefördert: Dr. med. Ute Scholl erhält den Franz-Volhard-Preis12. Oktober 2018 Dr. Ute Scholl (Screenshot Interview © BIH) Ende September hat die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) den mit 10.000 Euro dotierten Franz-Volhard-Preis an Jun.-Professorin Dr. med. Ute Scholl von der Berliner Charité – Universitätsmedizin Berlin verliehen. In der Begründung heißt es unter anderem: „Der wissenschaftliche Schwerpunkt von Professorin Dr. med. Scholl liegt im Bereich der Genetik und Pathophysiologie der Hypertonie sowie endokriner Tumore, insbesondere der Nebennierenrinde. Die Bluthochdruckforscherin beschäftigt sich mit der Entstehung von Aldosteron- produzierenden Adenomen als Ursache der sekundären Hypertonie und war an der Beschreibung tumorspezifischer Mutationen beteiligt, die bei etwa der Hälfte dieser Tumore zu einer verstärkten Aldosteronproduktion und Proliferation führen. Entsprechende vererbte Mutationen führen zu familiären Hyperaldosteronismus-Syndromen“. Dr. med. Christiane Groß, M.A., Präsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes e.V. (DÄB): „Der DÄB freut sich sehr, dass der Junior-Professorin Dr.med. Ute Scholl dieser innovative Preis verliehen wurde. Er richtet sich gezielt an Wissenschafter*innen und gibt damit neue Denkanstöße zur Förderung von Chancengleichheit bei der Etablierung im Wissenschaftssystem“. Ute Scholl wurde 1983 in Aachen geboren, studierte Humanmedizin an der RWTH Aachen, wo sie 2008 auch promovierte. Bis 2013 war Ute Scholl als Postdoc am Department of Genetics der Yale University (New Haven, CT, USA) tätig. 2013 wurde sie über das Rückkehrer-Programm des Landes Nordrhein-Westfalen zum Aufbau einer eigenen Forschungsgruppe nach NRW geholt und 2014 als Juniorprofessorin für Experimentelle Nephrologie und Hypertensiologie an die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf berufen. Ihre Arbeit wurde bereits mehrfach ausgezeichnet. Seit 2016 ist Ute Scholl Mitglied des Jungen Kollegs der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste. Erst im vergangenen Jahr hat sie einen der wichtigsten deutschen Nachwuchspreise, den Heinz Maier-Leibnitz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft erhalten, der für Forscherinnen und Forscher Anerkennung für herausragende wissenschaftliche Arbeiten bedeutet.
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