Chinesische Experten entwickeln Leitlinie zur Behandlung wiederkehrenden Wheezings1. April 2026 Wiederkehrendes Wheezing stellt Ärzte vor diagnostiosche und therapeutische Herausforderungen. (Foto: © Anke Thomass – stock.adobe.com) Diagnose und Behandlung wiederkehrender pfeifender Atemgeräusche (Wheezing) stellen Kinderärzte vor Herausfoderungen. Chinesische Experten für pädiatrische Pneumologie und Allergologie stellen in „Pediatric Investigation“ nun Empehlungen für die Behandlung von wiederkehrendem Wheezing bei Säuglingen und Kleinkindern vor. Die neuen Leitlinien zielen darauf ab, Klinikern standardisierte Protokolle an die Hand zu geben, um die diagnostische Genauigkeit und die therapeutische Wirksamkeit bei der Behandlung pädiatrischer Patienten mit wiederkehrendem Wheezing zu verbessern. Als ersten Schritt zur Entwicklung der Leitlinien legten die Experten zunächst zwei Definitionen fest. Wiederkehrendes Wheezing wurde als drei oder mehr Keuchanfälle definiert, wobei zwischen jedem Anfall ein symptomfreies Intervall von sieben Tagen liegen muss. Gleichzeitig wurden Säuglinge und Kleinkinder als Personen im Alter zwischen 29 Tagen und drei Jahren definiert. Anschließend klassifizierten die Autoren wiederkehrendes Keuchen nach dem Auftreten der Symptome (episodisches virales Keuchen, Keuchen mit mehreren Auslösern und nicht klassifiziertes Keuchen), den immunologischen Reaktionen (allergisches Keuchen und nicht allergisches Keuchen), dem Alter bei Beginn (vorübergehendes frühes Keuchen, früh einsetzendes persistierendes Keuchen und spät einsetzendes Keuchen) sowie dem Schweregrad (leichtes Keuchen und schweres Keuchen). Empfehlungen zur Diagnose Für die Diagnose von wiederkehrendem Wheezing sind die Anamnese und die körperliche Untersuchung die wichtigsten ersten Schritte. Daneben empfehlen die Autoren Laboruntersuchungen (Bestimmung der Eosinophilenzahl und Allergentests), bildgebende Untersuchungen des Brustkorbs, Lungenfunktionstests und die Analyse des fraktionierten ausgeatmeten Stickstoffmonoxids dringend als weitere diagnostische Untersuchungen. Da Virusinfektionen die häufigsten Ursachen für wiederkehrendes Keuchen bei Säuglingen und Kleinkindern sind, empfehlen die Leitlinien Tests auf häufige Atemwegserreger wie das Respiratorische Synzytial-Virus, das Rhinovirus und das humane Metapneumovirus. Daneben betonen die Leitlinien auch die Notwendigkeit von Tests auf Infektionen durch Bakterien wie Streptococcus pneumoniae und Haemophilus influenzae. Weitere empfohlene ergänzende Untersuchungen zur Diagnose von wiederkehrendem Wheezing umfassen die pH-Messung im Ösophagus, die Bronchoskopie, die Beurteilung der Schluckfunktion sowie genetische Tests. Neue Empfehlungen sollen Lebensqualität verbessern Die Behandlung von wiederkehrendem Keuchen kann den Autoren zufolge auch durch Tests auf Typ-2-Entzündungskrankheiten, eine Analyse von Umwelt- und Ernährungsparametern und die Erstellung eines langfristigen Nachsorgeplans verbessert werden. Für die Behandlung von wiederkehrendem Wheezing sieht die Leitlinie das „Bewertung – Diagnose – Behandlung – Neubewertung – Neudiagnose“ vor. Die Empfehlungen für den Einsatz von Immunmodulatoren, Vitamin D, Probiotika, LTRA und Antihistaminika als prophylaktische Mittel sind in den Leitlinien schwach. Zur Vorhersage der Prognose bei rezidivierendem Asthma empfehlen die Autoren dringend Asthma-Prognose-Tools und langfristige Lungenfunktionsuntersuchungen. „Das Fehlen einheitlicher Leitlinien für die Behandlung von wiederkehrendem Wheezing bei Säuglingen und Kleinkindern hat zu einer uneinheitlichen Umsetzung therapeutischer und präventiver Strategien geführt, was eine schlechte Lebensqualität zur Folge hat. Die von uns entwickelten Leitlinien können einen Rahmen für die Verbesserung der Behandlung von wiederkehrendem Wheezing bei Säuglingen und Kleinkindern weltweit bieten“, erklärte Prof. Yunxiao Shang vom Shengjing-Krankenhaus der China Medical University (China). (ej/BIERMANN)
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