Chronische Nierenkrankheit bei Kindern: Forscher entdecken mögliche Biomarker

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Forscher des Children’s Hospital Los Angeles, USA, untersuchten die chronische Nierenkrankheit bei Kindern und haben herausgefunden, dass Glomeruli, die histologisch ähnlich aussahen, bei einer Verschlechterung der Nierenfunktion für jede Krankheit charakteristische Muster der Genexpression aufwiesen.

Um die Mechanismen der chronischen Nierenkrankheit bei Kindern besser zu verstehen, führten Forscher des GOFARR-Labors für Organregenerationsforschung und Zelltherapie in der Urologie am Saban Research Institute des Children’s Hospital Los Angeles, USA, eine Pilotstudie durch, in der sie den Prozess der Nierenzellzerstörung auf molekularer Ebene untersuchten. Sie nutzten das digitale räumliche Profiling – eine fortschrittliche Technik, die Muster der Genexpression abbildet – um Zellen zu identifizieren, in denen während des Fortschreitens der Nierenkrankheit Veränderungen in den Genen auftreten.

Die Forscher untersuchten diese Veränderungen in 73 Nierenglomeruli. Gewebeproben von 10 Patienten mit drei verschiedenen glomerulären Erkrankungen – Alport-Syndrom, fokale und segmentale Glomerulosklerose sowie membranöse Nephropathie – wurden mit Glomeruli aus gesundem Nierengewebe verglichen. „Die digitale räumliche Profilerstellung auf der Ebene einzelner Glomeruluszellen bietet aussagekräftige Einblicke in Nierenkrankheiten, die mit anderen Techniken zur Erstellung von Genprofilen nicht erreicht werden können“, erklärt Prof. Laura Perin vom Children’s Hospital Los Angeles.

Ergebnis der Studie

Die Forscher fanden heraus, dass Glomeruli, die histologisch ähnlich aussahen, bei einer Verschlechterung der Nierenfunktion für jede Krankheit charakteristische Muster der Genexpression aufwiesen – ein Hinweis auf mögliche Biomarker. Darüber hinaus fanden sie auch gemeinsame Genmuster, die das Fortschreiten der verschiedenen Nierenkrankheiten vorantreiben.

„Weitere Untersuchungen dieser Gene und der damit verbundenen molekularen Signalwege sind erforderlich, um festzustellen, wie sie zum Fortschreiten der chronischen Nierenkrankheiten beitragen und ob einige dieser Gene als Zielstrukturen für therapeutische Eingriffe nützlich sein könnten“, erläutert Dr. Sargis Sedrakyan, leitender Mitautor der Studie.