Chronische Nierenkrankheit: Kombination von Biomarkern könnte die Prognosegenauigkeit verbessern28. Oktober 2024 Foto: © Szakaly/stock.adobe.com US-Forscher haben auf der Suche nach Biomarkern für das Fortschreiten der chronischen Nierenkrankheit (CKD) in einer Studie 17 Urin- und Plasmabiomarker miteinander kombiniert. Die Forschungsergebnisse National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases (NIDDK), USA, wurden auf der diesjährigen Tagung ASN Kidney Week 2024 vorgestellt. Der Titel der Studie lautet „Definition der Dimensionen der Nierengesundheit und ihrer Zusammenhänge mit negativen Folgen bei Personen mit Diabetes und chronischer Nierenkrankheit“ (Original: Defining Kidney Health Dimensions and their Associations with Adverse Outcomes in Persons with Diabetes and Chronic Kidney Disease). Verlauf der Studie Das Team testete die Biomarker in gelagerten Proben von 1256 Teilnehmern aus zwei Kohorten [der NIDDK Chronic Renal Insufficiency Cohort (CRIC) und der REasons for Geographic And Racial Differences in Stroke (REGARDS)-Studie] die an Diabetes und CKD litten (definiert als geschätzte glomeruläre Filtrationsrate < 60 ml/min/1,73 m2). Drei Gesundheitsdimensionen mit 10 Biomarkern wurden abgeleitet: systemische Entzündung und Filtration (Plasma TNFR-1, TNFR-2, suPAR, SDMA), Tubulusfunktion (Urin-EGF, ADMA, SDMA) und Tubulusschädigung (Urin-α1m, KIM-1, MCP-1). Das Ergebnis: Jeder dieser Gesundheitsaspekte war mit dem Fortschreiten der CKD oder der Sterblichkeit verbunden, unabhängig von klinischen Risikofaktoren und anderen Messungen der Nierenfunktion. Bemerkenswert ist, dass höhere tubuläre Schäden und niedrigere tubuläre Funktionsscores nur in einer Studie mit einem höheren Risiko des Fortschreitens der CKD verbunden waren, während höhere systemische Entzündungs- und Nierenfiltrationsscores in beiden Studien mit einem höheren Sterblichkeitsrisiko verbunden waren. „Diese Ergebnisse legen nahe, dass ein Multi-Biomarker-Ansatz helfen könnte, die großen Unterschiede in den CKD-Verlaufsverläufen bei Diabetikern zu klären, indem gleichzeitig Informationen über glomeruläre und tubulointerstitielle Kompartimente der Niere erfasst werden“, kommentiert Co-Autorin Vanessa-Giselle Peschard, University of California, San Francisco (UCSF). Weiter Studien notwendig Abschließend betont Peschard: „Es bedarf weiterer Forschung, um festzustellen, ob diese Dimensionen der Nierengesundheit einen prognostischen Wert für einzelne Patienten bieten oder zur Überwachung der Reaktion auf Medikamente verwendet werden können, die die Nierengesundheit beeinträchtigen.“
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