Chronische pulmonale Hypertonie: ERS veröffentlicht Erklärung zu körperlichem Training6. März 2019 PAH-Patienten leiden vor allem unter körperlicher Anstrengung immer mehr unter Atemnot. (Foto: © RFBSIP/Fotolia) Eine internationale Arbeitsgruppe von Experten für pulmonale Hypertonie (PH) hat Ende Februar für die European Respiratory Society (ERS) eine Erklärung verfasst und veröffentlicht, die das körperliche Training und die Rehabilitation von Patienten mit schwerer chronischer PH zum Gegenstand hat. Der Task Force gehörte ein interdisziplinäres Team aus 18 Zentren in elf europäischen Ländern an. Die Wissenschaftler fassten die aktuelle Studienlage zu Thema zusammen, entwickelten Strategien für die zukünftige Forschung und Maßnahmen, um die Verfügbarkeit und das Bewusstsein für ein körperliches Training von PH-Patienten zu erhöhen. Die nun veröffentlichte Erklärung befasst sich mit den klinischen Auswirkungen eines körperlichen Trainings bei PH sowie mit den Trainingsmodalitäten und dem Setting beziehungsweise der Implementierung. Ein weiteres Thema sind die Wirkungsmechanismen eine solchen Trainings bei PH-Patienten. Laut der für die Erklärung verantwortlichen Arbeitsgruppe zeigt die derzeitige Evidenz, dass auf den jeweiligen PH-Patienten zugeschnittene Trainingsprogramme wirksam, kosteneffizient und sicher sind. Es sei aber auch belegt, dass ein solches Training nicht in ausreichendem Maße finanzielle Unterstützung finde. Des Weiteren kommen die Verfasser der Erklärung zu dem Schluss, dass ein großer Bedarf an speziellen Rehabilitationsprogrammen für PH-Patienten besteht, die den Zugang von Patienten zu solchen Interventionen erleichtern soll – denn diese könnten in Bezug auf die Outcomes und Lebensqualität davon profitieren. In Studien mit insgesamt 784 PH-Patienten – darunter sechs randomisiert-kontrollierte Studien, drei kontrollierte Studien, zehn prospektive Kohortenstudien und vier Metaanalysen – sei gezeigt worden, so die Arbeitsgruppe, dass ein körperliches Training bei PH-Patienten die Bewegungsfähigkeit, die Muskelfunktion, die Lebensqualität und möglicherweise die Funktion des rechten Ventrikels und die pulmonale Hämodynamik verbessert. Dennoch seien weitere Studien erforderlich, um diese Daten zu bestätigen, die Auswirkungen auf Risikoprofile zu untersuchen und die besten Trainingsmethoden sowie die zugrunde liegenden pathophysiologischen Mechanismen zu ermitteln.
Mehr erfahren zu: "Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz der Kassen bleibt stabil bei 2,9 Prozent" Durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz der Kassen bleibt stabil bei 2,9 Prozent Der GKV-Schätzerkreis hat seine Prognosen für die finanziellen Rahmenbedingungen für 2027 abgegeben. Der Bundesgesundheitsminister wertet es als Erfolg des GKV-Spargesetzes, die KBV übt daran weiter Kritik.
Mehr erfahren zu: "„Tag der Überlastung im Gesundheitswesen“ immer früher" „Tag der Überlastung im Gesundheitswesen“ immer früher Der Tag, an dem die Einnahmen aus dem allgemeinen Beitragssatz der Gesetzlichen Krankenversicherung rechnerisch nicht mehr ausreichen, um die Ausgaben für das gesamte Jahr zu finanzieren, ist in diesem Jahr […]
Mehr erfahren zu: "Bundestag beschließt Notfallreform" Bundestag beschließt Notfallreform Das Gesetz zur Reform der Notfallversorgung wurde nach 2./3. Lesung mit den Stimmen der Koalition und der Grünen beschlossen. AfD und Linke enthielten sich. Ziel der Reform ist es, Patienten im […]