Chronische Rhinosinusitis: Symptomprävalenz erwachsener US-Amerikaner6. März 2019 Foto. © underdogstudios – Fotolia.com Forscher der Harvard Medical School haben in einer aktuell publizierten Querschnittsstudie die Prävalenz der chronischen Rhinosinusitis sowie deren Symptomatiken in den Vereinigten Staaten untersucht. Sie bedienten sich hierzu der Datenbank des National Health and Nutrition Examination Survey (hier: die Ergänzung zu Geschmack und Geruch aus den Jahren 2013 bis 2014) und durchsuchten diese Datensätze nach sinonasalen Angaben, die sich auf Symptome wie verfärbten nasalen Mucus, nasale Obstruktion, Schmerzen der Nebenhöhlen und Dysosmie. Die individuellen Prävalenzen sowie die Prävalenz von 2 oder mehr der genannten Symptome (deren Auftreten mit der Diagnose für chronische Rhinosinusitis kompatibel ist) wurden so für die US-Bevölkerung bestimmt. Nach Exkludierung erwachsener Individuen mit einer zwischenzeitlich aufgetretenen Erkältung, verblieben Datensätze von 113,5 Millionen Erwachsener (Durchschnittsalter 58,2 Jahre; 52,6 % Frauen) für die Analyse. Die individuelle Symptomprävalenz betrug für Dysosmie 8,1 Prozent (9,17 Mio.), für nasale Obstruktion 6,0 Prozent (6,9 Mio.), für Schmerzen in den Nebenhöhlen 2,1 Prozent (2,37 Mio.) und für verfärbten nasalen Mucus 1,1 Prozent (1,28 Mio.). Insgesamt 14,8 Millionen (13 %) der untersuchten Erwachsenen wiesen genau ein nasales Symptom auf, 2,37 Millionen (2,1 %) berichteten von zwei oder mehr Symptomen für chronische Rhinosinusitis. Hinsichtlich der Unterschiede bei der geschlechtlichen Verteilung stellten die Autoren fest, dass 1,9 Prozent der Männer und 2,2 Prozent der Frauen von zwei oder mehr Symptomen berichten – dieser Unterschied ist nicht von statistischer Signifikanz. Auf 2,1 Prozent der erwachsenen US-Amerikaner treffen (zu jedem Zeitpunkt) die Kriterien für eine Diagnose der chronischen Rhinosinusitis zu. Weiterreichende objektive Bestätigungen, einhergehend mit physischer Untersuchung und Bestimmung der Dauer der Symptomatiken sind angeraten, um die exakte Prävalenz der chronischen Rhinosinusitis zu bestimmen, doch die hier evaluierte Punktprävalenz repräsentiert das potenzielle Risiko der Gesamtbevölkerung der USA für chronische Rhinosinusitis. (am)
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