Chronischer Husten: Risikofaktoren in der Allgemeinbevölkerung untersucht18. Oktober 2017 Foto: © cherylvb – fotolia.com Die Risikofaktoren für einen chronischen Husten unterscheiden sich laut einer aktuellen Untersuchung sowohl auf der individuellen als auch auf der Bevölkerungsebene und je nach Status des Nikotinkonsums. Bislang, so erklären die Studienautoren, seien die Risikofaktoren für chronischen Husten in der Allgemeinbevölkerung noch nicht systematisch beschrieben worden. Sie versuchten dies nun mithilfe von Daten zu 14.669 Personen aus der Copenhagen General Population Study. Der Schweregrad eines chronischen Hustens wurde anhand des Leicester Cough Questionnaire (LCQ) ermittelt. Die Prävalenz chronischen Hustens in der Allgemeinbevölkerung lag insgesamt bei 4%, für Niemalsraucher bei 3% und für Raucher bei 8%. Der mediane LCQ-Score betrug 5,8 (25.–75. Perzentile 5,0–6,3) in Bezug auf die körperliche Domäne des Fragebogens sowie 6,3 (25.–75. Perzentile 4,6–6,3) bezogen auf die psychologische Domäne und 6,3 (25.–75. Perzentile 5,5–6,8) für die soziale Domäne. Der LCQ-Score insgesamt lag bei 17,3 (25.–75. Perzentile 15,4–18,9). Auf der individuellen Ebene wurden die altersadjustierten Odds Ratios (OR) für die 3 wichtigsten Risikofaktoren wie folgt berechnet: 5,0 (95%-Konfidenzintervall [KI] 1,4–18) für Bronchiektasen sowie 2,6 (95%-KI 1,7–3,9) für Asthma und 2,3 (95%-KI 1,5–3,4) für gastroösophagealen Reflux bei Niemalsrauchern. In Bezug auf Ex-Raucher lagen die OR bei 7,1 (95%-KI 2,6–20) für Bronchiektasen, bei 3,1 (95%-KI 2,2–4,4) für Asthma und bei 2,2 (95%-KI 1,5–3,2) für eine berufliche Exposition gegenüber Stäuben und Dämpfen. Bei aktiven Rauchern betrug die OR 1,9 (95%-KI 1,3–2,9) für CI, 1.3-2.9) für eine Limitation des Atemstromes. Auf der Bevölkerungsebene wurden als die 3 wichtigsten Risikofaktoren weibliches Geschlecht (bevölkerungsbezogenes attributables Risiko [PAR) 19%), Asthma (PAR 10%) und gastroösophagealer Reflux (PAR 8%) bei Niemalsrauchern identifiziert. Bei ehemaligen Rauchern waren es abdominale Adipositas (PAR 20%), geringes Einkommen (PAR 20%) und Asthma (PAR 13%), bei noch aktiven Rauchern hingegen die Limitation des Atemstromes (PAR 23%). Originalarbeit: Çolak Y et al. Chest 2017;152(3):563–573.
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