Cochlea-Implantation und Sprachentwicklung24. Juli 2020 Foto: JORDACHE/Adobe Stock Frühzeitige Cochlea-Implantation führt zu einer besseren Sprachentwicklung ohne erhöhtes chirurgisches Risiko, so das Ergebnis einer aktuellen Studie. Ein Team schwedischer Otolaryngologen hat in einer aktuell in „Acta Paediatrica“ publizierten Studie untersucht, inwieweit die Sprachentwicklung sowie die Sicherheit des chirurgischen Eingriffs vom Alter des Patienten beeinflusst werden. Die Studienpopulation umfasste 103 Kinder (52 Jungen, 51 Mädchen) zwischen 4,3 und 16 Jahren, die in den Jahren 2002–2013 im Alter von 5–29 Monaten an der Karolinska-Universitätsklinik ein Cochlea-Implantat erhielten. Alle Patienten zeigten eine typische Entwicklung und stammten aus einsprachigen Haushalten; bilaterale Implantate waren der Regelfall (95 %). Die Kinder wurden über einen Zeitraum von 10,0 ± 3,7 Jahren (4,7–16,0) durch ein multidisziplinäres Team regelmäßig hinsichtlich ihres Sprachverständnisses, ihres Vokabulars sowie der Spracherkennung untersucht. Es konnten keine Zusammenhänge zwischen postoperativen chirurgischen Komplikationen und dem Alter der Kinder zum Implantationszeitpunkt festgestellt werden. Kinder, die das Implantat im Alter von 5–11 Monaten erhielten, erreichten ein dem Alter entsprechendes Level des Sprachverständnisses sowie des Vokabulars früher als die Subgruppe, die die Implantate später erhielt. Kinder, die das Implantat im Alter von 12–29 Monaten erhielten, zeigten im weiteren Verlauf häufiger atypische und verzögerte Sprachfähigkeiten. Die Studien zeigt, so die Autoren, dass eine Cochlea-Implantation bei Kindern im Alter von < 9 Monaten sicher ist; eine frühe Implantation reduziere die negativen Effekte der auditorischen Deprivation und führe zu einer natürlicheren Sprachentwicklung. (am) Originalpublikation: Karltorp et al. Acta Paediatr 2020 Feb;109(2):332–341.
Mehr erfahren zu: "Atemwegsallergien: Kinder reagieren häufiger auf Hausstaubmilben, Erwachsene auf Pollen" Atemwegsallergien: Kinder reagieren häufiger auf Hausstaubmilben, Erwachsene auf Pollen Atemwegsallergien bei Kindern sind anderes als bei Erwachsenen: die Sensibilisierungsmuster unterscheiden sich, wie eine aktuell veröffentlicht internationale Studie zeigen konnte.
Mehr erfahren zu: "Ambulante Versorgung: Orientierungswert für das Jahr 2027 steigt um 2,2 Prozent" Ambulante Versorgung: Orientierungswert für das Jahr 2027 steigt um 2,2 Prozent Der Bewertungsausschuss hat eine Erhöhung des Orientierungswertes um 2,2 Prozent für das kommende Jahr beschlossen. Für den Virchowbund ist dieser Honoraranstieg in der ambulanten Versorgung zu „mager“, für den GKV-Spitzenverband […]
Mehr erfahren zu: "Essbare Insekten: Zubereitung beseitigt potenzielle Allergene nicht" Essbare Insekten: Zubereitung beseitigt potenzielle Allergene nicht Allergene bleiben: Eine internationale Studie zeigt, dass Proteine des Buffalowurms auch nach gängigen Zubereitungsmethoden allergierelevante Antikörper binden können. Das ist problematisch für Menschen mit Garnelen- oder Hausstaubmilbenallergie.