COVID-19: Infizierte können fünf Tage symptomfrei bleiben11. März 2020 Foto: © thodonal/Adobe Stock Mit SARS-CoV-2 infizierte Personen können laut einer aktuellen Untersuchung bis zu fünf Tage lang beschwerdefrei bleiben. Die geschätzte Inkubationszeit unterstützt laut den Autoren die aktuellen Empfehlungen der US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC) für eine aktive Überwachung betroffener Patienten. Laut der in den „Annals of Internal Medicine“ publizierten Arbeit sollten Patienten, die sich mit dem neuen Coronavirus infiziert haben, innerhalb von zwölf Tagen mit Symptomen rechnen. Die CDC empfehlen derzeit, Patienten nach einer vermuteten Exposition gegenüber SARS-CoV-2 zwei Wochen lang aktiv zu überwachen. Eine Infektion mit SARS-CoV-2 kann asymptomatisch verlaufen oder zu einer leichten bis schweren symptomatischen Erkrankung führen. Derzeit gibt es nur wenige Informationen über die Inkubationszeit für COVID-19. Forscher der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health führten eine Analyse von Nachrichten, Public-Health-Berichten und Pressemitteilungen aus 50 Provinzen, Regionen und Ländern außerhalb von Wuhan (China) durch, um die Länge der Inkubationszeit von COVID-19 zu ermitteln. Sie fanden Informationen zu 181 bestätigten Fällen mit identifizierbaren Zeitfenstern zwischen Expositions und Symptombeginn. Basierend auf den verfügbaren Daten schätzten die Forscher die mittlere Inkubationszeit von COVID-19 auf 5,1 Tage. Bei 97,5 Prozent derjenigen Betroffenen, die Symptome entwickelten, schienen dies innerhalb von 11,5 Tagen nach der Infektion zu geschehen. Dies impliziert, dass – nach konservativen Schätzungen – bei 101 von 10.000 Fällen nach 14 Tagen aktiver Überwachung oder Quarantäne Symptome auftreten. Dies stütze die aktuellen CDC-Empfehlungen, so die Studienautoren. Die Wissenschaftler warnen jedoch, dass angesichts der jüngsten Hinweise auf eine SARS-CoV-2-Übertragung durch leicht symptomatische und asymptomatische Personen die Zeit von der Exposition bis zum Einsetzen der Infektiosität (Latenzzeit) kürzer sein kann als die geschätzte Inkubationszeit, was wichtige Auswirkungen auf die Übertragungsdynamik habe.
Mehr erfahren zu: "Schwere Pneumonie: Früher Wechsel auf orale Antibiotika ist sicher" Schwere Pneumonie: Früher Wechsel auf orale Antibiotika ist sicher Bei Kindern, die wegen einer schweren ambulant erworbenen Pneumonie stationär behandelt werden müssen, ist ein frühzeitiger Wechsel von injizierbaren auf orale Antibiotika sicher und effektiv. Dies zeigt eine in „The […]
Mehr erfahren zu: "Bessere Sicht, mehr Sicherheit im OP: Videolaryngoskopie überzeugt im Vergleich" Bessere Sicht, mehr Sicherheit im OP: Videolaryngoskopie überzeugt im Vergleich Mit welchem Verfahren beziehungsweise mit welchem Laryngoskop lassen sich bei der endotrachealen Intubation die besten Ergebnisse erzielen? Forschende liefern mit den Ergebnissen der COVALENT-Studie eine Antwort auf diese Frage.
Mehr erfahren zu: "Krebsfrüherkennung: MHH-Team untersucht Potenzial der KI" Krebsfrüherkennung: MHH-Team untersucht Potenzial der KI Lassen sich mithilfe von Krankenkassendaten auf Künstlicher Intelligenz (KI) basierende Modelle entwickeln, die Krebserkrankungen vorhersagen können? Das möchte ein Forschungsteam der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) gemeinsam mit einem IT-Unternehmen und […]