COVID-19: mRNA-Impfung in früher Schwangerschaft sicher16. Dezember 2025 © Sk Elena – stock.adobe.com (Symbolbild) Eine französische Registerkohorte mit über 500.000 Lebendgeburten zeigt: Eine mRNA-COVID-19-Impfung im ersten Trimenon erhöht weder das Gesamtrisiko für angeborene Fehlbildungen noch das Risiko spezifischer Organfehlbildungen. In einer kürzlich veröffentlichten Kohortenstudie mit Schwangeren, die im ersten Trimester mit einem mRNA-Vakzin gegen COVID-19 geimpft wurden, haben die Autoren keinen Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für Fehlbildungen beim Nachwuchs (MCMs) gefunden. Weder insgesamt noch nach Organsystem oder einzelnen Fehlbildungen betrachtet war die Wahrscheinlichkeit nach Exposition der Mutter gegenüber einem mRNA-Impfstoff mit einem erhöhten Risiko für angeborene Fehlbildungen verbunden. Landesweite Kohortenstudie in Frankreich Weil solche Impfungen zwar auch für Schwangere weithin empfohlen würden, Daten zur Sicherheit für den Fötus im ersten Trimester jedoch immer noch fehlten, hat sich nun eine französische Arbeitsgruppe damit beschäftigt. Sie konzentrierten sich dabei auf 75 einzelne MCMs, gruppiert nach 13 Organsystemen. Für ihre landesweite, bevölkerungsbasierte Kohortenstudie nutzte die französische Arbeitsgruppe das Mutter-Kind-Register EPI-MERES: Es umfasst alle Lebendgeburten in Frankreich aus Schwangerschaften, die am 01.04.2021 begannen und am 31.01.2022 endeten. Nachbeobachtungsdaten waren bis Dezember 2024 verfügbar. Als Exposition galt in der Analyse die Gabe von mindestens einer Dosis eines mRNA-basierten COVID-19-Impfstoffes im ersten Trimester der Schwangerschaft. MCMs wurden gemäß den Richtlinien der Leitlinien der European Surveillance of Congenital Anomalies identifiziert. In den Hauptanalysen verglichen die Wissenschaftler exponierte mit nicht exponierten Säuglingen. In Sensitivitätsanalysen verwendeten sie alternative Vergleichsgruppen basierend auf dem Impfstatus und dem Zeitpunkt der Vakzinierung der Mutter. Kein erhöhtes Risiko für Fehlbildungen Von 527.564 berücksichtigten Lebendgeborenen waren 130.338 (24,7%) im Mutterleib mindestens eine Impfstoffdosis im ersten Trimester ausgesetzt. Die Mütter der geimpften Kinder waren etwas älter als diejenigen der nicht geimpften Kinder (Durchschnittsalter 30,4 Jahre vs. 30,1 Jahre). Sie waren außerdem weniger sozio-ökonomisch benachteiligt und litten etwas häufiger an einer Grunderkrankung. Die Prävalenz angeborener Herzfehler betrug 176,6/10.000 (2302 Kinder) bei geimpften bzw. 179,4/10.000 (7128 Kinder) bei nicht geimpften Kindern. Insgesamt stellten die Studienautoren kein erhöhtes Risiko für angeborene Fehlbildungen fest (gewichtete Odds Ratio [OR] 0,98; 95%-Konfidenzintervall [KI] 0,93–1,04), weder nach Organsystem (gewichtete ORs von 0,84 [95%-KI 0,68–1,04] für Fehlbildungen des Verdauungssystems bis 1,20 [95%-KI 0,75–1,91] für Bauchwanddefekte), noch für eine der 75 untersuchten einzelnen Fehlbildungen. Stratifizierte und Sensitivitätsanalysen bestätigten diese Ergebnisse. (ac)
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