COVID-19-Vorgeschichte beeinträchtigt Schlafqualität27. August 2025 © David L/peopleimages.com – stock.adobe.com (Symbolbild) Personen mit einer COVID-19-Vorgeschichte schlafen im Vergleich zu solchen, die nie an COVID-19 erkrankt waren, schlechter. Zu dieser Erkenntnis sind die Autoren einer neuen Studie gelangt. In der Studie hatten die Forschenden bei Probanden im Alter von 50–85 Jahren untersucht, welche Auswirkungen COVID-19 auf die Lungenfunktion und den Schlaf von Erwachsenen hat. Mit diesem Thema habe man sich bisher in nur wenigen Studien beschäftigt, schreibt die Arbeitsgruppe um Erstautorin Olivia Hood vom Centre for Health and Life Sciences der Coventry University (Großbritannien). Die untersuchte Studienkohorte umfasste 48 Personen, die in der Vergangenheit an COVID-19 erkrankt waren, sowie 28 ohne COVID-19-Vorgeschichte als Kontrollen. Zu den Untersuchungen im Rahmen der Studie gehörte eine Lungenfunktionsmessung (forcierte Vitalkapazität [FVC] und Vitalkapazität bei langsamem Ausatemmanöver [SVC]) mittels Spirometrie. Zudem wurden 7 Tage lang Schlaf und zirkadiane Variablen objektiv mithilfe eines Wearables gemessen. In die Analyse flossen auch subjektive Einschätzungen der Teilnehmenden zu ihrem eigenen Schlaf ein (Pittsburgh Sleep Quality Index [PSQI]). Im Ergebnis fanden die Wissenschaftler keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Gruppen hinsichtlich des Teilnehmeralters (60 ±6 vs. 62 ±6 Jahre), des Body-Mass-Index (26,30 ±4,25 vs. 26,48 ±3,60 kg/m²) oder der Lungenfunktion (FVC: 4,02 ±1,04 l vs. 3,80 ±0,98 l; p=0,36; SVC: 3,82 ±1,09 l vs. 3,89 ±0,92 l; p=0,76). In der COVID-19-Gruppe erwies sich die Schlafeffizienz im Vergleich zur Kontrollgruppe als signifikant reduziert (0,87 ±0,04 vs. 0,91 ±0,04; p<0,01). Die Forschenden beobachteten bei den Probanden mit COVID-19 in der Anamnese außerdem vermehrt Schlafstörungen (Aufwachen: 1,70 ±1,02 vs. 1,15 ±1,15; p<0,01; Wachliegen nach dem Zubettgehen: 35,05 ±25,37 min vs. 20,02 ±12,48 min; p=0,01) und einen höheren PSQI-Score (5,19 ±2,88 vs. 3,93 ±2,89; p=0,01). Fazit Personen mit einer überstandenen COVID-19-Erkrankung schlafen schlechter als Vergleichspersonen ohne COVID-19-Vorgeschichte. Trotz vergleichbarer Lungenfunktion und Grunddaten zeigten sich bei den ehemals Erkrankten eine reduzierte Schlafeffizienz, häufigeres nächtliches Aufwachen, längere Wachphasen im Bett sowie ein insgesamt höherer subjektiv empfundener Schlafbeeinträchtigungsgrad. (ac) Autoren: Hood O et al. Korrespondenz: Djordje G. Jakovljevic; [email protected] Studie: Respiratory function and sleep parameters in adults following recovery from acute COVID-19 Quelle: Respir Med 2025;243:108135. Web: https://doi.org/10.1016/j.rmed.2025.108135
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