COVID-bedingte AKI: Geimpfte Patienten haben höhere Überlebenschance24. Juni 2025 Foto: © Tom/stock.adobe.com Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass geimpfte Patienten, die mit COVID-19 hospitalisiert wurden und eine Akute Nierenfunktionseinschränkung (AKI) entwickelten, bessere Ergebnisse erzielten als ungeimpfte Patienten mit derselben Erkrankung. AKI tritt laut den Autoren bei COVID-19-Infizierten häufig auf und erreicht eine hohe Rate von bis zu 46 Prozent. Es kann zu einer leichten Einschränkung der Nierenfunktion oder, bei entsprechender Schwere, zu einer Dialyse führen. Die langfristigen Auswirkungen auf die Nierenfunktion und das Überleben dieser Patienten sind jedoch noch nicht ausreichend erforscht, betonen die Autoren. Neue Forschungsergebnisse der University of California – Los Angeles Health Sciences (UCLA), die in der Fachzeitschrift „Kidney Medicine“ veröffentlicht wurden, deuten darauf hin, dass eine COVID-19-Impfung den langfristigen Rückgang der Nierenfunktion und das Sterberisiko verringern kann. Die Studie ergab zudem, dass geimpfte Patienten nach der Entlassung seltener an der Dialyse bleiben mussten. „Die COVID-19-Impfung ist eine wichtige Maßnahme, die das Risiko von Komplikationen durch die COVID-19-Infektion bei Patienten mit AKI im Krankenhaus verringern kann“, betont Hauptautorin Prof. Niloofar Nobakht von der UCLA. „Es ist wichtig, dass Betroffene die Vorteile einer COVID-19-Impfung mit ihren Ärzten besprechen, da sie das Risiko einer Dialyse verringern kann, die die Lebensqualität der Patienten stark beeinträchtigen und zu weiteren Komplikationen, einschließlich des Todes, führen kann“, fügt sie hinzu. Daten von rund 3500 Patienten Die Forscher analysierten rund 3500 Patienten, die zwischen dem 01.03.2020 und dem 30.03.2022 mit COVID-19 im Krankenhaus waren. Von diesen Patienten entwickelten 972 ein AKI, wobei 411 (42,3 %) ungeimpft waren und 467 (48 %) mindestens zwei Dosen der mRNA-Impfstoffe von Pfizer oder Moderna oder eine Dosis des Impfstoffs von Johnson & Johnson erhalten hatten. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass 65 (15,8 %) ungeimpfte Patienten häufiger eine Dialyse für Schwerstkranke, die kontinuierliche Nierenersatztherapie (CRRT), benötigten als 51 (10,9 %) geimpfte Patienten. Darüber hinaus stellten sie fest, dass bei ungeimpften Patienten die Wahrscheinlichkeit, nach der Entlassung aus dem Krankenhaus eine CRRT zu benötigen, 2,56-mal höher war, das Risiko, im Krankenhaus zu sterben, 5,54-mal höher war und das Risiko, während der Langzeitnachsorge zu sterben, 4,78-mal höher war als bei geimpften Patienten. Einschränkungen der Studie Zu den Einschränkungen der Studie gehörte, dass den Forschern Basisdaten für Kreatinin fehlten. Diese könnten zu den Unterschieden bei der Akuten Nierenfunktionseinschränkung zwischen geimpften und ungeimpften Patienten beigetragen haben. Auch Daten zum Schweregrad der COVID-19-Erkrankung fehlten, obwohl sie feststellten, dass alle Patienten so krank waren, dass ein Krankenhausaufenthalt erforderlich war. Auch die Auswirkungen von Auffrischungsimpfungen wurden nicht berücksichtigt. „Diese Studie unterstreicht auch, wie wichtig es ist, dass wir weiter forschen, um zu verstehen, wie sich COVID-19-Infektionen auf die Nieren auswirken und wie wir Nierenkomplikationen aufgrund von COVID-19-Infektionen behandeln und überwachen sollten, um die Behandlungsergebnisse für die Patienten zu verbessern“, sagte Nobakht.
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