ctDNA schärft Prognose bei neu diagnostiziertem metastasierten Prostatakarzinom1. September 2026 Zirkulierende Tumor-DNA ermöglicht in immer mehr Bereichen der Onkologie genauere Vorhersagen. Symbolbild (KI-generiert): Salman Ahmad – stock.adobe.com Die Prognose beim neu diagnostizierten metastasierten Prostatakarzinom kann sehr unterschiedlich ausfallen. Könnte die dynamische Überwachung per zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA) in Verbindung mit dem PSA-Wert und klinischen Parametern die Genauigkeit der Überlebensprognose verbessern? Für diese These sprechen Ergebnisse der prospektiven Kohortenstudie PARADIGM, die kürzlich im Fachjournal „Nature Cancer“ veröffentlicht wurde. Daher sollte diese Kombination im Hinblick auf eine ctDNA-gestützte Therapieanpassung evaluiert werden, empfehlen die Autoren um Dr. Anuradha Jayaram vom University College London Cancer Institute im Vereinigten Königreich. Das primäre Ziel von PARADIGM (NCT04067713) bestand in der Evaluierung von Prädiktoren für das Überleben anhand von Blutproben, die zu Beginn jedes der ersten 6 Behandlungszyklen bei 114 Patienten (biologisch männlich) mit hochvolumigem metastasierten Prostatakarzinom entnommen worden waren. Wie das Team ausführt, begannen diese Patienten eine Androgendeprivationstherapie kombiniert mit Docetaxel oder einem Inhibitor des Androgenrezeptor-Signalwegs. Dabei wurde ctDNA bei 29 % der Patienten nach 6–12 Wochen Kombinationstherapie nachgewiesen (vs. 70% vor Beginn jeglicher Behandlung). Laut Jayaram et al. ging dies mit einem Gesamtüberleben von 73% nach 12 Monaten einher (vs. 99% bei ctDNA-negativen Patienten) und 50% nach 24 Monaten (vs. 85 %) assoziiert. Zudem untersuchte das Team ctDNA in Kombination mit dem Serum-PSA-Wert. In multivariaten Modellen erwiesen sich beide Parameter unter der Kombinationstherapie als unabhängige Risikofaktoren, wobei die Gruppe mit der schlechtesten Prognose eine Hazard Ratio für das Sterberisiko von 20,34 aufwies. Allerdings war vor Beginn der Kombinationstherapie nur die ctDNA mit einem kürzeren Überleben unter der Androgendeprivation assoziiert. (sf/ms/BIERMANN) Das könnte Sie ebenfalls interessieren: Prostatakrebs-Screening entdeckt klinisch relevante Tumoren bei Trägern von BRCA1/BRCA2-Keimbahnvarianten Hochrisiko-Prostatakrebs ohne Metastasen: Testosteron als Biomarker für Docetaxel-Zusatz
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