Darmkrebs-Operation: Indikator für Nutzen der adjuvanten Chemotherapie

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Trotz Standardbehandlung erleiden aktuell >30% der Patienten mit resektablem Darmkrebs (CRC) ein Rezidiv. Die Analyse der zirkulierenden Tumor-DNA (ctDNA) könne die postoperative Risikostratifizierung und die Entscheidungsfindung für eine adjuvante Chemotherapie ermöglichen, schildern Daisuke Kotani vom National Cancer Center Hospital East in Kashiwa, Japan und seine Kollegen.

In „Nature Medicine“ stellen sie die Ergebnisse von GALAXY vor, einem Beobachtungsarm der laufenden CIRCULATE-Japan-Studie, die prä- und postoperative ctDNA bei Patienten mit resektablem CRC im Stadium II–IV (n=1039) analysierte.

Diese belegen, dass in dieser Kohorte mit einer medianen Nachbeobachtung von 16,74 Monaten (Spanne 0,49–24,83) eine ctDNA-Positivität 4 Wochen nach der Operation mit einem höheren Rezidivrisiko verbunden (HR 10,0; p<0,0001) und der signifikanteste prognostische Faktor im Zusammenhang mit dem Rezidivrisiko bei Patienten mit CRC im Stadium II oder III war (HR 10,82; p<0,001).

Außerdem stellten die Autoren fest, dass die postoperative ctDNA-Positivität Patienten mit CRC im Stadium II oder III identifizierte, die von einer adjuvanten Chemotherapie profitierten (HR 6,59; p<0,0001).

Fazit
„Die Ergebnisse unserer Studie – einer großen und umfassenden prospektiven Analyse von ctDNA bei resektablem CRC – stützen den Einsatz von ctDNA-Tests zur Identifizierung von Patien­ten mit erhöhtem Rezidivrisiko, die wahrscheinlich von einer adjuvanten Chemotherapie profitieren werden. (sf)

Autoren: Kotani D et al.
Korrespondenz: Eiji Oki; [email protected]
Studie: Molecular residual disease and efficacy of adjuvant chemotherapy in patients with colorectal cancer
Quelle: Nat Med 2023;29(1):127–134. (open access)
Web: https://doi.org/10.1038/s41591-022-02115-4