Darmmikrobiota kann männliche Fertilität beeinflussen4. August 2022 © New Africa – stock.adobe.com (Symbolbild) Per Literaturrecherche verschafften sich Yan Wang und Zuogang Xie einen Überblick über mögliche Mechanismen, durch die das Darmmikrobiom die männliche Fortpflanzung beeinflussen könnte. Auch therapeutische Möglichkeiten im Zusammenhang mit dem Darmmikrobiom nahmen sie ins Visier. Es ergaben sich Hinweise darauf, dass die durch die Translokation des Darmmikrobioms verursachte Aktivierung des Immunsystems zu Hoden- und Nebenhodenentzündungen führt. Zudem kann diese zusammen mit gastrointestinalen Hormonen wie Leptin und Ghrelin auch eine Insulinresistenz induzieren. Diese wiederum beeinflusst die Sekretion verschiedener Sexualhormone wie Luteinisierendes Hormon, Follikelstimulierendes Hormon und Testosteron, welche die Spermatogenese regulieren. Darüber hinaus kann das Darmmikrobiom die Spermatogenese beeinflussen, indem es Androgene kontrolliert und metabolisiert sowie die Blut-Hoden-Schranke verändert. Es fördert auch Gefäßentzündungen, indem es den Trimethylamin-N-Oxid-Spiegel im Blut erhöht, was eine Erektile Dysfunktion verursacht. Das Hodenmikrobiom und das Darmmikrobiom können auch interagieren, um die männliche Fortpflanzungsfunktion zu beeinflussen. Therapeutische Optionen wie Probiotika, Präbiotika und fäkale Mikrobiota-Transplantation zeigen sich als mögliche Behandlungen für männliche Unfruchtbarkeit. Fazit Die Darmmikrobiota kann eine ursächliche Rolle für die männliche Reproduktionsgesundheit spielen, so das Fazit chinesischer Mediziner in einem Literatur-Review. (ms) Autoren: Wang Y, Xie Z Korrespondenz: Zuogang Xie; [email protected] Studie: Exploring the role of gut microbiome in male reproduction Quelle: Andrology 2022 Mar;10(3):441–450. Web: https://doi.org/10.1111/andr.13143
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