DDG Pressestatement zum geplanten Start des „Klinik-Atlas“ des BMG: Umfassendes Register gefordert15. Mai 2024 Foto: © MQ-Illustrations/stock.adobe.com Im Vorfeld des geplanten Starts eines Online-Transparenzregisters für Kliniken äußert sich dazu Prof. Andreas Fritsche, Präsident der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG). Die DDG spreche sich für ein umfassendes Register aus, das alle für Patienten mit Diabetes mellitus relevanten Daten beinhaltet. „Es ist richtig und wichtig in der Krankenhaus-Landschaft für mehr Transparenz zu sorgen und Patientinnen und Patienten die Auswahl einer für sie geeigneten Einrichtung zu erleichtern. Es muss deutlich gemacht werden, welche Leistungen ein Krankenhaus anbietet und welche Behandlungsmöglichkeiten für bestimmte Krankheiten es vorweisen kann. Richtigerweise ist dies die Grundlage für das Krankenhaustransparenzregister“, kommentiert Fritsche. Der DDG-Präsident fährt fort: „Doch mit der Etablierung eines neuen Klinik-Atlasses stellt sich derzeit die Frage, inwiefern dieser sich von bereits existierenden Registern abgrenzen möchte und kann. An der Stelle agiert Bundesgesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach leider sehr intransparent. Es ist nicht klar, welche Daten und Informationen in das neue Online-Register, das am 16. Mai starten soll, einfließen.“ Zu einer weiteren Intransparenz führe der Konflikt zwischen dem BMG und anderen Akteuren wie der Krankenhausgesellschaft, die bereits ein Krankenhausverzeichnis verwaltet. „Dies schürt Unsicherheiten in der Bevölkerung. Es wirft die Frage auf, welches der bestehenden Register künftig am aussagekräftigsten sein wird. Zu befürchten ist, dass mehrere Register nebeneinander koexistieren und miteinander konkurrieren, was dem Ziel, mehr Transparenz zu schaffen, entgegenwirkt“, so Fritsche. Die DDG spriche sich daher für ein umfassendes Register aus, das alle für Patienten mit Diabetes mellitus relevanten Daten beinhaltet. Hierzu gehörten auch geprüfte Gütesiegel und Zertifizierungen, die aufzeigen, worin Kliniken besondere Schwerpunkte und Erfahrungswerte haben, heißt es in der Pressemitteilung.
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