Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin zeichnet Projekt “Homecare ALS” aus30. September 2021 Freuen sich über die Auszeichnung: Dr. Sarah Bublitz und Prof. Stefan Lorenzl. (Foto: © Julia Jäckel) Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin hat zum 14. Mal den „Anerkennungs- und Förderpreis für ambulante Palliativversorgung“ verliehen. Ausgezeichnet wurde auch das Projekt „Homecare ALS – früh einsetzende, ambulante, spezialisierte Versorgung von Menschen mit amyotropher Lateralsklerose durch ein multiprofessionelles Team“. Zum Abschluss ihrer 4. Mitgliedertage hat die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) zum 14. Mal den „Anerkennungs- und Förderpreis für ambulante Palliativversorgung“ verliehen. Im Rahmen einer virtuellen Veranstaltung wurden zwei gleichwertige erste Preise vergeben, die sich nach Bewertung der DGP-Jury entlang der Kriterien Modellcharakter, Innovation, Originalität, Übertragbarkeit, Inspiration und Aktualität als preiswürdig erwiesen haben. Der insgesamt mit 10.000 Euro dotierte Preis wird seit 2008 jährlich von der Firma Grünenthal gestiftet. Jurypräsidentin Prof. Gerhild Becker betonte: „Die Jury hat sich entschieden, den Preis an zwei innovative Projekte zu vergeben, die im Feld der ambulanten Palliativversorgung Lücken schließen, eine Bereicherung darstellen und zudem auf andere Regionen modellhaft übertragbar sind. Wie in jedem Jahr trägt diese Auszeichnung dazu bei, Entwicklung und Ausbau einer qualitativ hochwertigen ambulanten Palliativversorgung konsequent zu stärken.“ Ausgezeichnet wurde das Projekt von Dr. Sarah Bublitz und Prof. Stefan Lorenzl “Homecare ALS – früh einsetzende, ambulante, spezialisierte Versorgung von Menschen mit amyotropher Lateralsklerose durch ein multiprofessionelles Team im Sinne einer Early Integration”. Die Arbeit beschreibe mit hoher Qualität ein sehr innovatives und hochrelevantes Projekt für eine spezielle Zielgruppe. Die early integration in die Palliativversorgung sei für ALS-Patienten essenziell und noch nicht ausreichend etabliert. Das Projekt schließe somit eine relevante Versorgungslücke und bringe praxisrelevante Verbesserungen für die genannte Patientengruppe, erklärte die Jury. Die Arbeit beschreibe ein übertragbares Modellprojekt mit hoher Nachhaltigkeit. Durch die Begleitforschung würden Daten erhoben, mit denen Relevanz und Sinnhaftigkeit des Versorgungsmodells untersucht werden. Robert Sunjic, Geschäftsleiter Grünenthal Deutschland, hob hervor, dass es auch weiterhin ein Anliegen des Stifters sei, mit dem Anerkennungs- und Förderpreises für ambulante Palliativversorgung Best-Practice-Projekte zu fördern und bekannt zu machen. „Nahezu 200 Einreichungen im Laufe der Jahre lassen hoffen, dass der Preis für engagierte Menschen im Bereich der Hospiz- und Palliativversorgung auch in Zukunft einen Anreiz darstellt, ihre Projekte einer größeren Öffentlichkeit vorzustellen und weiterzuentwickeln.“
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