Deutsche Rheuma-Liga ist überzeugt: Geplantes TSVG bringt Verbesserungen für Rheumakranke15. Januar 2019 Rotraut Schmale-Grede (Quelle: Deutsche Rheuma-Liga) Anlässlich der Anhörung zum Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestags am 16. Januar 2019 wies die Deutsche Rheuma-Liga darauf hin, dass das Gesetz die Versorgung von an Rheuma erkrankten Menschen verbessern würde. Rotraut Schmale-Grede, Präsidentin des Deutschen Rheuma-Liga Bundesverbands e.V., erklärte in Bonn: “Mit dem Gesetzentwurf zum TSVG erkennt der Gesetzgeber an, dass akuter Handlungsbedarf bei der Versorgung von Menschen mit Rheuma besteht. Wir begrüßen es ausdrücklich, dass hier Veränderungen, wie zum Beispiel die befristete Aufhebung der Zulassungsbeschränkungen für Rheumatologen sowie der Ausbau von Terminservice-Stellen oder eine bessere Vergütung der entsprechenden Medizin angegangen werden. Aus unserer Sicht werden diese Maßnahmen dazu beitragen können, dass sich die Versorgung von Rheumakranken in Deutschland verbessert.” Insbesondere der Rheumatologen-Mangel hierzulande habe erhebliche Auswirkungen für viele Betroffene. Denn nur bei früher Diagnose und Therapieeinleitung hätten die Betroffenen überhaupt eine Chance, dass die Erkrankung zum Stillstand kommt”, so die Deutsche Rheuma-Liga. Bis zu 6 Monate warteten zudem annähernd 40 Prozent der Patienten auf einen ersten Termin. Die Folgen der zu späten fachärztlichen Versorgung reichten von schwerem persönlichem Leid und gravierenden Behinderungen bei den Betroffenen bis hin zu einem nicht zu vernachlässigenden Schaden für die Volkswirtschaft, so die Liga weiter. “Deshalb fordern wir die Macher des TSVG anlässlich der Anhörung am kommenden Mittwoch auf: Setzen Sie jetzt konsequent um, was Sie auf den Weg gebracht haben! Es ist auf der kurzen Strecke ein richtiger erster Schritt, um das erhebliche Versorgungsdefizit von Menschen mit Rheuma anzugehen.” Langfristig müsse dafür gesorgt werden, dass überall Rheumatologen in akzeptabler Entfernung für die Betroffenen erreichbar sind und sie ohne lange Wartezeiten einen Termin bekommen. Nach Erhebungen der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie fehlen im Bundesgebiet zurzeit rund 600 internistische Rheumatologen.
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