DFG fördert Studie zu Schilddrüsenhormonen: Neue Therapien vermutet10. April 2024 Foto: © magicmine/stock.adobe.com Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert ein Wissenschaftsteam der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) bei der Forschung an neuen therapeutischen Anwendungsgebieten für Schilddrüsenhormone. Dr. Sebastian Hönes von der Klinik für Endokrinologie, Diabetologie und Stoffwechsel des Universitätsklinikums Essen (UK Essen) leitet die klinische Studie. Die Erkenntnisse sollen potenziell zu neuen Behandlungsmethoden führen, beispielsweise bei Herzinfarkt, Schlaganfall oder Stoffwechsel-Erkrankungen. Für sein Vorhaben erhält Hönes von der DFG eine Förderung von knapp 300.000 Euro über einen Zeitraum von 3 Jahren. Wie stark eine Zelle auf die Schilddrüsenhormone reagiert, hängt unter anderem davon ab, wie viele Rezeptoren diese in sich trägt. „Obwohl wir seit fast 40 Jahren wissen, dass es diese Empfänger gibt, verstehen wir bis heute nicht genau, wie die Zellen die Anzahl dieser Empfänger regulieren“, erklärt Hönes. „Die Aufklärung dieser Mechanismen halten wir aber für essenziell, um die zelluläre Wirkung von Schilddrüsenhormonen besser interpretieren und in Zukunft durch wirksame Therapien beeinflussen zu können“, fügt er hinzu. Im Fokus der Forschenden stehen Guanin-Quadruplexe. „Durch unsere Forschung haben wir herausgefunden, dass Guanin-Quadruplexe in wichtigen Abschnitten eines Gens namens Thyroid Hormone Receptor Alpha vorkommen, kurz THRA“, so Hönes. „Das Gen THRA ist für die Produktion eines der Schilddrüsenhormon-Rezeptoren verantwortlich“, ergänzt der Studienleiter. Im Zuge der neuen Studie möchte der in Essen tätige Wissenschaftler herausfinden, welche Rolle die Guanin-Quadruplexe bei der Aktivierung des THRA-Gens spielen. Dafür kooperiert er mit Prof. Frank Kaiser vom Institut für Humangenetik des UK Essen sowie mit Prof. Peter Bayer und Dr. Christine Beuck, beide vom Institut für Strukturelle und Medizinische Biochemie.
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