DFG verlängert zellulär-onkologische Forschungsgruppe der Universitätsmedizin Göttingen10. Mai 2022 Die Forschungsgruppe 2800 untersucht den Zusammenhang zwischen Defekten bei der DNA-Replikation und Defekten in der Mitose – um zu verstehen – wie strukturelle und numerische Genom-Veränderungen in humanen Krebszellen entstehen. Grafik: umg/Bastians Forschungsgruppe der UMG „Chromosomen-Instabilität: Wechselwirkungen von DNA-Replikationsstress und mitotischer Fehlfunktion“ wird für weitere drei Jahre gefördert. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Förderung einer Forschungsgruppe in der Molekularen Onkologie an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) um weitere drei Jahre verlängert. Die Forschungsgruppe 2800 „Chromosomen-Instabilität: Wechselwirkungen von DNA-Replikationsstress und mitotischer Fehlfunktion“ untersucht die molekularen Mechanismen von Chromosomenveränderungen, um so auch neue Therapieansätze für die Behandlung von Krebs zu ermöglichen. Die bewilligte Fördersumme liegt bei ins-gesamt rund 2,1 Millionen Euro. Forschungsgruppe FOR 2800 an der UMG Ein Hauptkennzeichen von Krebs sind fortwährende Veränderungen des Genoms, dem Erbgut der Zellen. Diese Veränderungen betreffen sowohl kleinere Abschnitte als auch ganze Chromosomen. Genau diese genetischen Veränderungen tragen direkt zur Weiterentwicklung von Krebs zu aggressiven Formen und zur Metastasierung von Tumoren bei. Wie kommen jedoch diese ständigen Chromosomenveränderungen, die sogenannten Chromosomen-Instabilitäten, zustande? Wie können diese möglicherweise gestoppt werden? Das sind Fragen, die bisher wenig verstanden sind. Ziel der Forschungsgruppe 2800 ist es zu untersuchen, inwieweit Fehler bei der Verdopplung des Genoms, der DNA-Replikation, mit Fehlern bei der DNA-Verteilung auf zwei Tochterzellen während der mitotischen Zellteilung zusammen-hängen, um fortwährende Genomveränderungen zu verursachen. „Dabei setzen wir ganz gezielt auf Zusammenarbeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der UMG mit anderen führenden Wissenschaftlern des Forschungsfelds der Genom-Instabilität. Zusammen bringen wir den erforderlichen wissenschaftlichen Hintergrund und die notwendigen Expertisen mit, um diese überaus wichtige und spannende Fragestellung zu beantworten“, sagt der Sprecher der Forschungsgruppe, Holger Bastians, Professor für Zelluläre Onkologie am Institut für Molekulare Onkologie der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und am Göttinger Zentrum für Molekulare Biowissenschaften (GZMB). „Wir sind natürlich sehr froh, dass die DFG aufgrund unserer sehr erfolgreichen bisherigen Arbeit die Weiterfinanzierung unserer Forschungsgruppe bewilligt hat“, so Prof. Bastians weiter. Im Rahmen der Forschungsgruppe fördert die DFG die Zusammenarbeit von zwei Arbeitsgruppen aus der UMG (Prof. Dr. Holger Bastians und Prof. Dr. Bernd Wollnik vom Institut für Humangenetik) mit fünf weiteren Wissenschaftlern der Universitäten in Kaiserslautern, Koblenz, Duisburg-Essen und in Mainz. Die beteiligten Arbeitsgruppen bringen dabei höchst komplementäre Forschungsansätze aus den Bereichen der Zell- und Molekularbiologie, Humangenetik, Biomathematik und der Genom- und Proteom-Analyse ein, um gezielt die gemeinsame Fragestellung nach dem Ursprung der Chromosomen-Instabilitäten in Krebszellen zu beantworten.
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