DGKJ positioniert sich gegen Fremdenfeindlichkeit

In einem Positionspapier setzt sich die DGKJ gegen rechtspopulistische Strömungen und für kulturelle Vielfalt und globale Zusammenarbeit zum Wohl von Kindern ein. (Foto: © ProPhotos – stock.adobe.com)

Angesichts zunehmender rechtspopulistischer und rechtsextremer Positionen in Politik und Gesellschaft hat die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ) unter dem Titel „Menschenskinder: Wir sind für euch da!“ ein Positionspapier verfasst, in dem sie für Weltoffenheit, kulturelle Vielfalt und globale Zusammenarbeit plädiert.

„Wir Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte arbeiten für Kinder, die unsere Betreuung, Pflege und Versorgung brauchen. Wir haben Kolleginnen und Kollegen, die aus aller Welt kommen. Viele von uns haben internationale Bezüge. Unsere Fachliteratur, unsere Vorträge und unsere Wissenschaft ebenso“, heißt es in der Stellungnahme.

Patientinnen und Patienten mit Familiengeschichten, die die politische Weltlage widerspiegelten, bräuchten besonderen Schutz, auch und gerade vor menschenverachtenden und diskriminierenden Parolen und Ablehnung, erklärte die Fachgesellschaft. „Die UN-Kinderrechtskonvention hält das Recht des Kindes auf besonderen Schutz und besondere Fürsorge fest. Dort wird zugleich auch erinnert, worum es geht: Ein Aufwachsen und Leben ‚im Geist des Friedens, der Würde, der Toleranz, der Freiheit, der Gleichheit und der Solidarität‘“, schreibt die DGKJ in ihrem Statement.

„Weltoffenheit, kulturelle Vielfalt und globale Zusammenarbeit bieten uns allen Perspektiven, ob als Patientinnen und Patienten oder als Mitarbeitende im Gesundheitswesen. Die Krisen der letzten Jahre haben auch gelehrt, wie sehr die Funktionsfähigkeit und Resilienz unseres Gesundheitssystems von den Menschen abhängt, die es mittragen – und welch immense Rolle diese Menschen bei der Bewältigung von Herausforderungen, insbesondere in Zeiten globaler Gesundheitskrisen, innehaben.“

Die Kinderjahre seien für das gesamte Leben von zentraler Bedeutung. Entsprechend positiv wirke sich eine kompetente Unterstützung und Förderung in diesen Jahren auf die gesamte Gesellschaft aus, erinnerte die Fachgesellschaft.

„Den Kindern ist unsere Herkunftsgeschichte egal. Sie wollen zugewandte Menschen, die sie im Krankheitsfall kompetent und bestmöglich versorgen. Dafür stehen wir ein.“