DGPPN: Hohe Erwartungen an neuen Gesundheitsminister15. März 2018 Der neue Gesundheitsminister Jens Spahn (Foto: Fotograf: Maximilian König) Nachdem die neue Bundesregierung nun ihre Arbeit aufgenommen hat, hat die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde dem neuen Bundesgesundheitsminister zur Übernahme seines Amtes gratuliert, zugleich aber auch ihre hohen Erwartungen an eine verbesserte psychiatrische Versorgung formuliert. Anlass hierfür sei die Herausstellung psychischer Erkrankungen und deren explizite Berücksichtigung im Koalitionsvertrag. In allen relevanten Bereichen – Familie, Gesundheit, Arbeit, Bildung, Rehabilitation – würden Menschen mit psychischen Erkrankungen an zentraler Stelle genannt, erklärte die DGPPN. Psychische Erkrankungen und Demenzen werden darin auch erstmals als Volkskrankheit eingestuft. DGPPN-Präsident Prof. Arno Deister sieht darin eine große Chance und unterstreicht: „Wir freuen uns, dass das Thema seelische Gesundheit Eingang in die Verhandlungen auf höchster politischer Ebene gefunden hat und einen angemessenen Stellenwert bekommt. Angesichts seiner evidenten Bedeutung für unsere Gesellschaft ist es Zeit für einen neuen Umgang mit psychischen Erkrankungen. Insofern ist es auch ein vielversprechendes, richtungsweisendes Signal, dass die Gesundheitspolitik sich laut Koalitionsvertrag künftig am Patientenwohl orientieren will. Was die Versorgung betrifft, muss sich der Bedarf an den Bedürfnissen der Menschen bemessen.“ Die Fachgesellschaft kündigte an, den neuen Gesundheitsminister an der Umsetzung der im Koalitionsvertrag festgeschriebenen Absichtserklärungen zu messen und ihm wie bereits seinen Vorgängern als Stimme der seelischen Gesundheit mit ihrer fachlichen Expertise für einen konstruktiven Austausch zur Verfügung zu stehen.
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