Diabetes und Wechseljahre beeinflussen sich gegenseitig27. Juni 2018 Foto: © Birgit Reitz-Hofmann – fotolia.com Die hormonelle Umstellung in den Wechseljahren kann sich bei Frauen mit Diabetes auf den Blutzucker auswirken. Manchmal steigen die Werte, es sind aber auch spontane Unterzuckerungen möglich. “Wenn Frauen mit Diabetes Blutzuckerschwankungen erleben, die sie sich nicht erklären können, sollten sie daran denken, dass die Wechseljahre der Grund sein könnten”, sagt Dr. Anne Sophie Meyer, Fachärztin für Frauenheilkunde in München, im Apothekenmagazin “Diabetes Ratgeber”. Das gilt ganz besonders, wenn sie etwa kürzere Zyklen, Hitzewallungen und Schweißausbrüche bemerken. In vielen Fällen genügen Lebensstiländerungen, um zu hohe oder zu tiefe Blutzuckerwerte zu vermeiden. Die ärztliche Direktorin des Zentrums Innere Medizin Fünf Höfe in München, Professorin Petra-Maria Schumm-Draeger, empfiehlt, auf vernünftige Ernährung und mehr körperliche Aktivität zu achten. Beides wirke sich günstig aus – auf den Diabetes und die Wechseljahresbeschwerden. Zudem sei es wichtig, den Blutzucker noch sorgfältiger als bisher zu kontrollieren und gegebenenfalls die Therapie anzupassen, so die Expertin. Frauen mit Typ-1-Diabetes brauchen in der Regel eine höhere Insulin-Tagesdosis, um den Blutzucker gut zu kontrollieren. Beim Typ 2 wirken sich die Hormonschwankungen nicht so gravierend aus. Trotzdem kann es nötig sein, zum Beispiel die Dosis der Diabetesmedikamente zu erhöhen oder einen weiteren Wirkstoff dazuzunehmen.
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