Die Behandlung von Lungenkrebs verbessern20. September 2017 Dr. Matthias Mäurer (Foto: UKJ) Mediziner der Abteilung Strahlentherapie des Universitätsklinikums Jena beteiligen sich an der weltweit größten Studie zu Veränderungen der Tumorgröße bei Lungenkrebs. Mehr als 50.000 Menschen erkranken jährlich neu an Lungenkrebs – Tendenz steigend. Damit gehört diese Erkrankung zu einer der häufigsten Tumorarten in Deutschland. „Da Lungenkrebs in den meisten Fällen anfangs keine typischen Symptome verursacht, wird die Erkrankung meist erst im fortgeschrittenen Stadium erkannt“, so Dr. Matthias Mäurer von der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie am Universitätsklinikum Jena (UKJ). „Doch gerade bei fortgeschrittenen Erkrankungen ist es für die behandelnden Mediziner bislang schwierig, frühzeitig zu erkennen, ob und wie die Patienten auf die Therapie überhaupt ansprechen.“ Deshalb untersucht die „junge DEGRO“, die Nachwuchsgruppe der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO), in einer Studie, wie sich die Tumorgröße bei Lungenkrebspatienten unter Strahlentherapie verändert und wie diese Veränderungen den Krankheitsverlauf beeinflussen. Auch die Mediziner der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie am UKJ beteiligen sich daran. In den kommenden zwei Jahren werden die an der Studie beteiligten Mediziner Daten von mehr als 700 Patienten untersuchen, welche seit 2011 an Lungenkrebs erkrankt sind und welche strahlentherapeutisch behandelt wurden. „Auf Grundlage dieser Daten lassen sich künftig bereits unter Therapie wichtige Informationen zum weiteren Verlauf der Erkrankung ableiten. Dies kann weitreichende Konsequenzen für nachfolgende Therapieentscheidungen haben“, sagt Dr. Mäurer. Bisher beteiligen sich 17 Universitätskliniken für Strahlentherapie aus Deutschland und der Schweiz an der Studie. Damit ist sie die bisher größte Studie weltweit, welche sich mit einer solchen Fragestellung beschäftigt. Die Studie wird durch die DEGRO und die Arbeitsgemeinschaft Radiologische Onkologie (ARO) der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) gefördert. 2014 wurde die Arbeitsgemeinschaft „junge DEGRO“ (jDEGRO) als Nachwuchsgruppe der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) gegründet. Seitdem unterstützt sie junge Radioonkologen, Radiobiologen und Strahlenphysiker u.a. in den Bereichen ärztliche Weiterbildung und Forschung. Zudem baut die jDEGRO ein deutschlandweites Forschungsnetzwerk auf, um gemeinsame wissenschaftliche Forschungsprojekte zu initiieren und voranzutreiben. Die Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie des UKJ ist seit Beginn an in der Arbeitsgemeinschaft vertreten.
Mehr erfahren zu: "Molekulare Veränderungen durch Vaping: Aromen und Gerätetyp spielen eine Schlüsselrolle" Molekulare Veränderungen durch Vaping: Aromen und Gerätetyp spielen eine Schlüsselrolle US-Forscher haben Veränderungen der Genexpression bei Rauchern, Vapern und Nichtkonsumenten verglichen. Dabei sammelten sie Informationen zu molekularen Signalwegen, die mit Krebs und anderen Erkrankungen in Verbindung stehen.
Mehr erfahren zu: "Allergien: Götterbaum-Blüte gestartet" Allergien: Götterbaum-Blüte gestartet Die Blüte des Götterbaumes hat begonnen. Sie dauert üblicherweise von Anfang Juni bis Mitte Juli. Wie sich der Pollenflug über die letzten 50 Jahre entwickelt hat und wie der Klimawandel […]
Mehr erfahren zu: "Neuer bispezifischer T-Zell-Engager bei soliden Tumoren vielversprechend" Neuer bispezifischer T-Zell-Engager bei soliden Tumoren vielversprechend Dresdner Wissenschaftler haben am 31. Mai 2026 auf der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) erstmals klinische Ergebnisse einer neuen Krebsimmuntherapie zur Behandlung fortgeschrittener Tumoren präsentiert.