DMKG zertifiziert Kopfschmerzzentrum in Jena7. September 2018 Das Mitteldeutsche Kopfschmerzzentrum am Universitätsklinikum Jena (UKJ) unter der Leitung von Dr. Peter Storch (mitte) erhält als bundesweit erste schmerztherapeutische Einrichtung die Zertifizierung in der Kategorie der höchsten Versorgungsstufe (Level 3). (Foto: UKJ) Als bundesweit erste schmerztherapeutische Einrichtung ist das Mitteldeutsche Kopfschmerzzentrum der Universitätsklinik Jena in der Kategorie der höchsten Versorgungsstufe (Level 3) zertifiziert worden. Um die Behandlungsqualität von Kopfschmerzpatienten in Deutschland zu verbessern, hat die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) vor Jahren ein strukturiertes Fortbildungsprogramm etabliert und das persönliche Kopf- und Gesichtsschmerzzertifikat eingeführt. Das Zertifikat belegt die regelmäßige Weiterbildung auf dem Gebiet der Kopf- und Gesichtsschmerzen in Fortbildungsveranstaltungen der Fachgesellschaft. Darüber hinaus hat die Fachgesellschaft nun zusammen mit dem TÜV Rheinland ein unabhängiges Zertifizierungsverfahren entwickelt, das auch die die Strukturqualität in Ambulanzen und Kliniken erfasst. Es wird dabei zwischen Kopfschmerzschwerpunktpraxis (Level 1), Kopfschmerzspezialambulanz (Level 2) und Kopfschmerzzentrum (Level 3) unterschieden. Wichtigstes gemeinsames Merkmal aller drei Versorgungsstufen ist ein multimodales und interdisziplinäres Konzept der Diagnostik und Behandlung. In Zentren der Stufe 2 und 3 besteht auch die Möglichkeit einer stationären Therapie. Dieses System ermöglicht eine umfassende und individuell auf die Erfordernisse des Patienten abgestimmte Schmerztherapie unter Berücksichtigung nationaler und internationaler Leitlinien. Bei der Zertifizierung werden u.a. die personelle Ausstattung, die Qualifikation der Mitarbeiter und die interdisziplinäre Zusammenarbeit überprüft. „Die Zertifizierung ermöglicht es Patienten, zuweisenden Ärzten und Krankenkassen, die Qualität der Kopfschmerzversorgung besser zu beurteilen und dafür zu sorgen, dass gerade schwer betroffenen Patienten schneller an der richtigen Stelle behandelt werden, sagte Prof. Martin Marziniak, 2. Vizepräsident der DMKG und für das Zertifizierungsprojekt verantwortliches Vorstandsmitglied. Mit dem Level-3-Zertifikat wurde dem Mitteldeutschen Kopfschmerzzentrum der Universitätsklinik Jena nun eine Behandlung auf höchstem Qualitätsniveau bescheinigt. Dr. Peter Storch, dem Leiter des Kopfschmerzzentrums, ist die kontinuierliche Qualitätsverbesserung in der Schmerztherapie ein besonderes Anliegen. „Ich sehe die erfolgreiche Zertifizierung als Bestätigung der hohen Behandlungsqualität unseres gesamten Teams“, sagte der Neurologe. Das Mitteldeutsche Kopfschmerzzentrum der Universitätsklinik Jena entstand 2008 als Modell der integrierten Gesundheitsversorgung. Die Behandlung am Kopfschmerzzentrum in Jena erfolgt entweder ambulant, teilstationär oder stationär. Es werden pro Jahr mehr als 2000 Patienten mit allen Arten von Kopfschmerzen behandelt. Die interdisziplinäre und sektorenübergreifende Versorgung geschieht in enger Kooperation mit einem Netzwerk niedergelassener und stationär tätiger Neurologen und Schmerztherapeuten der Region.
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