DOC 2018: Kommerell und Hübner in die “Hall of Fame” aufgenommen16. Juni 2018 Guntram Kommerell und Horst Hübner. Fotos: Kaulard/Biermann Medizin Prof. Horst Hübner und Prof. Guntram Kommerell sind gestern während der General Session neu in die Hall of Fame Ophthalmologie aufgenommen worden. Hübner (Jg. 1934) ist vielen als Begründer der „Trierer Operationskurse“ für plastisch-rekonstruktive Ophthalmochirurgie (seit 1998) bekannt. Die Augenabteilung des Brüderkrankenhauses Trier, die er 1976 nach seiner Ausbildung in Münster (Hollwich) sowie seiner Oberarzttätigkeit und Habilitation in Kiel übernommen hatte, baute er zu einer okuloplastischen Schwerpunktklinik in Europa aus und entwickelte neue OP-Verfahren. Hübner ist Gründungsmitglied der European Society of Ophthalmic Plastic and Reconstructive Surgery (Präsident 1989/90) und war viele Jahre auch Mitglied der Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschlands. Der Ästhetik verbunden fühlt sich Hübner auch als Künstler: In seiner Freizeit widmet er sich gerne der Malerei und Bildhauerei. Die Neuroophthalmologie sowie die Diagnose und Therapie des Schielens waren die klinischen Schwerpunkte von Kommerell (Jg. 1935). Nach seiner Promotion in Tübingen (1959) habilitierte er sich 1970 in Freiburg (Mackensen) zur Okulomotorik. 1972 folgte ein Studienaufenthalt bei Prof. Hoyt (San Francisco), der als Begründer der modernen Neuroophthalmologie gilt. 1977 wurde Kommerell in Freiburg Ärztlicher Direktor der Abteilung für Neuroophthalmologie und Schielbehandlung. Ansehen erlangte er als Präsident der Internationalen Neuroophthalmologischen Gesellschaft (1992–94) und Ausrichter des Kongresses dieser Gesellschaft. Sein Denken über die Fachgrenzen hinweg dokumentierte er 1998 mit der Tagung „Neuroophthalmologie als interdisziplinäre Herausforderung“. (dk)
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