DOG 2021 findet als Online-Meeting statt12. November 2020 Auch die DOG 2021 wird wieder als rein virtueller Kongress organisiert. Foto: © show999 – stock.adobe.com/Biermann Medizin Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) wird ihren Jahreskongress 2021 wieder in virtuellem Format durchführen. Dies teilte die Fachgesellschaft heute mit. „Die Option eines verlässlich durchgeführten digitalen Kongresses ist einer von den meisten Beteiligten ersehnten Präsenztagung vorzuziehen, die möglicherweise nur stark eingeschränkt oder aufgrund unvorhersehbarer kurzfristiger Entwicklungen gar nicht durchgeführt werden kann“, sagt DOG-Präsident Prof. Hagen Thieme. Digitalisierung wird auch ein wichtiges Kongressthema sein. Dies wäre der zweite Online-Kongress in der 163-jährigen Geschichte der Fachgesellschaft. Die virtuelle Premiere in diesem Herbst mit rund 2200 Fachteilnehmerinnen und -teilnehmern wertete die DOG als einen großen Erfolg. Die Corona-Pandemie ist aus Sicht der DOG-Experten in ihrer Entwicklung nach wie vor nicht einzuschätzen. „Ob sich die Situation in den kommenden Monaten entspannen wird, weil etwa Maßnahmen greifen oder ein wirksamer Impfschutz zur Verfügung steht, ist weder sicher noch in irgendeiner Weise abzusehen“, führt der DOG-Präsident aus. Das erschwere die Planung von Großereignissen wie medizinisch-wissenschaftlichen Kongressen. „Es ist möglich, dass Veranstaltungen aufgrund lokaler Ereignisse kurzfristig abgesagt werden müssen, sei es aufgrund behördlicher Verbote, sei es aufgrund ethisch nicht vertretbarer Risiken für die Teilnehmer durch ein erhöhtes Infektionsgeschehen vor Ort, wie wir es in diesem Jahr in Neukölln genau zum Zeitpunkt des Kongresses erlebt hatten“, erläutert Thieme, zugleich Direktor der Universitäts-Augenklinik Magdeburg. Die mit dieser Unsicherheit verbundenen auch wirtschaftlichen Risiken seien erheblich. Vor diesem Hintergrund und den sehr positiven Erfahrungen mit dem Online-Kongress 2020 hat die DOG in der Gesamtabwägung von Risiken und Chancen entschieden, 2021 erneut einen virtuellen Kongress durchzuführen – nun verbunden mit den Vorteilen einer längeren Planungsphase. „Auch wenn wir uns nach der Normalität eines Präsenzkongresses und seine evidenten Vorteile sehnen, sind wir mit dieser Entscheidung besser abgesichert“, betont Thieme. An der DOG, dem größten wissenschaftlichen deutschsprachigen Kongress in der Augenheilkunde, nehmen vor Ort üblicherweise mehr als 5000 Besucher teil. Die Corona-Pandemie übt auch auf Kongress-Inhalte und -Formate Einfluss aus. „Wir alle mussten Fortbildungen und wissenschaftliche Kongresse in Gänze vollständig überdenken“, erläutert Thieme. „Neue digitale Formate wie Podcast-Seminare und Videokonferenzen haben Einzug gehalten. Fortbildung wird künftig andere Wege gehen“, ist der DOG-Präsident überzeugt. Digitalisierung in der Augenheilkunde werde daher auf der DOG 2021 online ein wichtiges Thema sein: als digitale Wissensvermittlung an Kollegen, Studierende und Patienten, aber auch auf dem Gebiet der Telemedizin und Künstlichen Intelligenz in der Bildgebung. Weitere Informationen zum Kongress-Programm sind in Kürze auf der Kongresswebseite unter www.dog.org zu finden.
Mehr erfahren zu: "Hitzige Debatten zum Spargesetz beim Gesundheitskongress des Westens" Hitzige Debatten zum Spargesetz beim Gesundheitskongress des Westens Der diesjährige Gesundheitskongress des Westens am 7. und 8. Mai in Köln kam genau zur richtigen Zeit: Das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz ist vom Kabinett beschlossen, aber noch nicht in Stein gemeißelt. Die […]
Mehr erfahren zu: " „Mies behandelt“: BGH zu Diskriminierung im Gesundheitswesen" „Mies behandelt“: BGH zu Diskriminierung im Gesundheitswesen Eine blinde Patientin kämpft in Karlsruhe für rechtliche Handhabe gegen eine aus ihrer Sicht diskriminierende Ablehnung in einer Rehaklinik. Warum das Urteil auch über ihren Fall hinaus große Auswirkungen haben […]
Mehr erfahren zu: "Migräneprophylaxe: Hinweise auf reduziertes Glaukomrisiko unter CGRP-Inhibitoren" Migräneprophylaxe: Hinweise auf reduziertes Glaukomrisiko unter CGRP-Inhibitoren Zwei Fliegen mit einer Klappe: Weniger Migräne und ein geringeres Glaukomrisiko? Neue Studienerkenntnisse deuten an, dass dies unter einer Migräneprophylaxe mit CGRP-Inhibitoren der Fall sein könnte.