Drainage bei roboterassistierter partieller Nephrektomie nicht routinemäßig erforderlich11. Februar 2021 Steuereinheit an einer Konsole des DaVinci-Operationsroboters. Foto: Schmitz Chirurgische Drainagen nach robotergestützter partieller Nephrektomie (RPN) sollten anhand der individuellen Umstände und nicht routinemäßig platziert werden. Das raten US-amerikanische Urologen aufgrund der Ergebnisse einer Studie, welche die regelmäßige mit der individuellen Drainage verglich. Aus einer multi-institutionellen Datenbank analysierten sie die Daten von 904 Patienten, bei denen eine RPN durchgeführt wurde. 546 (60,40%) Patienten wurden von einem Chirurgen, der routinemäßig Drainagen (RD) platzierte, behandelt und 358 (39,60%) von einem Chirurgen, der dies nicht routinemäßig tat (NRD). Perioperative Ergebnisse, Aufenthaltsdauer und Wiederaufnahmeraten wurden zwischen den beiden Gruppen verglichen. Die Merkmale zu Studienbeginn, die perioperativen und die postoperativen Ergebnisse wurden unter Verwendung diverser statistischer Verfahren verglichen. Die Patienten in der NRD-Gruppe hatten mit größerer Wahrscheinlichkeit einen höheren Body-Mass-Index (30,10 kg/m2 vs. 28,07 kg/m2; p<0,001), größere Tumoren (3,0 cm vs. 2,5 cm; p=0,001) und einen höheren R.E.N.A.L-Score (8 vs. 7; p<0,001). Die Transfusionsrate (0,00 % NRD vs. 0,56 % RD; p=0,157) und die Gesamtkomplikationen (7,33 % NRD vs. 7,82 % RD; p=0,782) waren vergleichbar. Die mittlere Krankenhausaufenthaltsdauer betrug für beide Gruppen einen Tag. Die Wiederaufnahmerate war ebenfalls ähnlich (0,55 % NRD vs. 1,40 % RD; p=0,279). In einer multivariablen Analyse wurde der NRD-Ansatz mit einer kürzeren Krankenhausaufenthaltsdauer in Verbindung gebracht (Inzidenzratenverhältnis -0,72; p<0,001). Ohne routenmäßige Drainage wurden also ähnliche perioperative Ergebnisse bei kürzerer Verweildauer erzielt. (ms) Publikation: Beksac AT et al. Should a Drain Be Routinely Required After Transperitoneal Robotic Partial Nephrectomy? J Endourol 2020 Sep;34(9):964–968.
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