Dyslipidämie: Erhöhtes Risiko nach einer SARS-CoV-2-Infektion13. Juni 2023 © syhin_stas – stock.adobe.com (Symbolbild) Lässt sich bei von Long-COVID betroffenen Patienten ein erhöhtes Risiko für eine neu auftretende Dyslipidämie feststellen? Ziel US-amerikanischer Forschender war es, die Risiken und die 1-Jahres-Belastung dieser Personengruppe für im Untersuchungszeitraum auftretende Dyslipidämien zu bewerten, wobei alle Teilnehmer zu Studienbeginn keine Dyslipidämie aufwiesen. In der postakuten Phase ihrer SARS-CoV-2-Infektion zeigte sich bei den Teilnehmern der COVID-19-Gruppe (n=51.919) versus eine zeitgleich nicht infizierte Kontrollgruppe (n=2.647.654) sowohl ein höheres Dyslipidämie-Risiko (HR 1,26; 95%-KI 1,22–1,29) als auch eine höhere Dyslipidämie-Belastung nach 1 Jahr (22,46/1000 Personen; 95%-KI 19,14–25,87), einschließlich eines Gesamtcholesterins von >200 mg/dl. Für Triglyceridwerte >150 mg/dl ergab sich dementsprechend eine HR von 1,27 (95%-KI 1,23–1,31) und eine Belastung von 22,03 (95%-KI 18,85–25,30), für LDL(Low Density Lipoprotein)-Cholesterin >130 mg/dl eine HR von 1,24 (95%-KI 1,20–1,29) und eine Belastung von 18,00 (95%-KI 14,98–21,11) und für HDL(High Density Lipoprotein)-Cholesterin <40 mg/dl eine HR von 1,20 (95%-KI 1,16–1,25) und eine Belastung von 15,58 (95%-KI 12,52–18,73). Das Risiko durch eine Kombination dieser abnormalen lipidbezogenen Outcomes lag bei einer HR von 1,24 (95%-KI 1,21–1,27) und für die Belastung bei 39,19 (95%-KI 34,71–43,73). Ebenso traten ein erhöhtes Risiko und Belastung bezüglich der Einnahme von lipidsenkenden Medikamenten (HR 1,54; 95%-KI 1,48–1,61 und Belastung 25,50; 95%-KI 22,61–28,50) auf. Ein Kompositum aus allen Dyslipidämie-Outcomes (lipidbezogene Labormesswerte beziehungsweise Einnahme von lipidsenkenden Medikamenten) ergab eine HR von 1,31 (95%-KI 1,28–1,34) und eine Belastung von 54,03 (95%-KI 49,21–58,92). Die Risiken und Belastungen für diese postakuten Folgen stiegen in Abhängigkeit von der Schwere der akuten Phase der SARS-CoV-2-Infektion. Fazit Die Ergebnisse deuten auf ein erhöhtes Risiko und eine höhere 1-Jahres-Belastung für das Auftreten von Dyslipidämie und die Einnahme von lipidsenkenden Medikamenten in der postakuten Phase der SARS-Cov-2-Infektion hin. (bi) Autoren: Xu E et al. Korrespondenz: Ziyad Al-Aly; [email protected] Studie: Risks and burdens of incident dyslipidaemia in long COVID: A cohort study Quelle: Lancet Diabetes Endocrinol 2023; 11(2):120–128. Web: https://doi.org/10.1016/S2213-8587(22)00355-2
Mehr erfahren zu: "Retinitis pigmentosa: Ein-Jahres-Überleben von aus Stammzellen gewonnenen neuralen Vorläuferzellen gezeigt" Retinitis pigmentosa: Ein-Jahres-Überleben von aus Stammzellen gewonnenen neuralen Vorläuferzellen gezeigt Neue klinische Daten zeigen, dass transplantierte neurale Vorläuferzellen bei Retinitis pigmentosa mindestens ein Jahr überleben und ein günstiges Sicherheitsprofil aufweisen.
Mehr erfahren zu: "Neues Modell für Melanome mit BAP1-Verlust entwickelt" Neues Modell für Melanome mit BAP1-Verlust entwickelt Wissenschaftler aus Finnland haben ein Labormodell zur Untersuchung BAP1-defizienter Melanome entwickelt, um die Forschung zu dringend benötigten neuen Therapiemöglichkeiten zu erleichtern.
Mehr erfahren zu: "Boehm’s brushes: Mit Quantenoptik vom visuellen Phänomen zum Sehtest" Boehm’s brushes: Mit Quantenoptik vom visuellen Phänomen zum Sehtest Forschende aus den USA haben gezeigt, dass sich durch gezielte Lichtsteuerung das kaum wahrnehmbare visuelle Muster der Boehm’s brushes in ein deutlich helleres verwandeln lässt. Dies könnte neue Möglichkeiten zur […]