Edda Tobiasch neu im Vorstand des Stammzellnetzwerks NRW14. Juli 2021 © Stroh Thorsten – stock.adobe.com Prof. Dr. Edda Tobiasch von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) wurde in diesem Monat mit einstimmigem Votum in den Vorstand des Stammzellnetzwerks NRW gewählt. Die Virologin gehört dem 2002 gegründeten Expertenverbund, der seit zwei Jahren als Verein organisiert ist, bereits seit über 15 Jahren an. Ihre Forschungsgebiete sind die Gentechnologie und Zellkultur. Dem Stammzellnetzwerk NRW gehören als institutionelle Mitglieder Universitäten und Universitätskliniken, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen wie Max-Planck- und Fraunhofer-Institute sowie Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW, bisher: Fachhochschulen) an. Tobiasch war bis vor kurzem die einzige Vertreterin dieses Hochschultyps. Die Erwartungen der Öffentlichkeit an die Stammzellforschung gerade mit Blick auf degenerative und angeborene Erkrankungen sind groß, aber auch die Vorbehalte nicht unerheblich. Aus diesem Grund arbeitet das Netzwerk transdisziplinär: Die Mitglieder repräsentieren hohe Kompetenz in Medizin und Biologie, Philosophie und Sozialwissenschaften, Jura und Theologie. Damit wird gewährleistet, die Stammzellforschung mit ethischen, rechtlichen und sozialwissenschaftlichen Aspekten und Studien begleitet und kritisch betrachtet wird. Deshalb gehören dem Vorstand je vier Mitgliedern aus Biomedizin und ELSA (ethical, legal, and social aspects) an. Tobiasch, Professorin für Genetic Engineering and Cell Culture, nennt im Gespräch die Translation neben der Forschung als zweites großes Feld im Stammzellnetzwerk NRW: „Kurz gesagt geht es bei der Translation darum, Grundlagenforschung in die Kliniken zu bringen.“ Als HAW-Professorin sind ihr anwendungsorientierte Aspekte ohnehin wichtig. Sie hofft, dass die Vernetzung zwischen den HAW in NRW und dem Stammzellnetzwerk künftig intensiviert werden wird. Potenzial sieht Tobiasch zudem auf dem Gebiet der Biomedizin durch einen „engeren Schulterschluss mit kleinen und mittelständischen Unternehmen“.
Mehr erfahren zu: "Krankenhäuser fürchten neue Milliardenlöcher und Pleiten" Krankenhäuser fürchten neue Milliardenlöcher und Pleiten Die große Mehrheit der deutschen Krankenhäuser ist in finanziell prekärer Lage. Die Einsparungen der Bundesregierung werden die Not einer Umfrage unter Klinikchefs zufolge noch vergrößern.
Mehr erfahren zu: "Zi-Studie: Zahl der MVZ deutlich gewachsen – Kliniken betreiben die meisten Standorte" Zi-Studie: Zahl der MVZ deutlich gewachsen – Kliniken betreiben die meisten Standorte Die Zahl der MVZ-Betriebsstätten ist zwischen 2017 und 2020 um 35 Prozent gestiegen und die Trägerarten unterscheiden sich je nach Region deutlich. Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Analyse.
Mehr erfahren zu: "Hantaviren: Wissenschaftler entschlüsseln, wie tödliche Andes-Variante an menschliche Zellen andockt" Hantaviren: Wissenschaftler entschlüsseln, wie tödliche Andes-Variante an menschliche Zellen andockt Eine Entdeckung von Wissenschaftlern aus den USA und Frankreich könnte bei der Entwicklung von Therapie gegen das Andes-Virus und andere Hantaviren helfen.