Ein Schädel-Hirn-Trauma bei Kindern begünstigt Depressionen und Angstzustände20. April 2026 Ein Schädel-Hirn-Trauma kann bei Kindern das Risiko für Depressionen und Angstzustände erhöhen. (Symbolbild: © Mark Adams) Eine neue Studie zeigt, dass Kinder und Jugendliche im Schulalter mit einem ärztlich diagnostizierten Schädel-Hirn-Trauma deutlich häufiger unter Angstzuständen und Depressionen leiden. Starke familiäre Unterstützung und Resilienz können diese Symptome lindern. Forschende des Center for Injury Research and Policy am Abigail Wexner Research Institute des Nationwide Children’s Hospital, der Ohio State University und der University of Washington analysierten die Zusammenhänge zwischen einem ärztlich diagnostizierten Schädel-Hirn-Trauma und psychischen (Angstzustände und Depressionen) sowie physischen (häufige Kopfschmerzen und chronische Schmerzen) Gesundheitsfolgen bei US-amerikanischen Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 17 Jahren. Sie untersuchten, ob diese Zusammenhänge je nach familiärer Resilienz variieren. Die Ergebnisse zeigen, dass Kinder und Jugendliche mit Schädel-Hirn-Trauma deutlich häufiger unter gesundheitlichen Problemen leiden als Kinder und Jugendliche ohne Schädel-Hirn-Trauma und ein erhöhtes Risiko für aktuelle Angstzustände, häufige Kopfschmerzen und chronische Schmerzen aufweisen. Sie wurden kürzlich in der Fachzeitschrift „JAMA Network Open“ veröffentlicht. „Unsere Studie zeigt, dass die Folgen eines Schädel-Hirn-Traumas bei Kindern oft weit über die unmittelbare Verletzung hinausreichen“, berichtet Dr. Henry Xiang, Hauptautor der Studie. „Kinder mit einem Schädel-Hirn-Trauma haben ein erhöhtes Risiko für psychische Probleme wie Angstzustände und Depressionen. Dies unterstreicht die Bedeutung regelmäßiger Vorsorgeuntersuchungen und einer langfristigen Nachsorge.“ Familiäre Resilienz verringert das Risiko für psychische Folgen Die Studie ergab außerdem, dass familiäre Resilienz mit einem geringeren Risiko für Depressionen nach einem Schädel-Hirn-Trauma einhergeht. Familiäre Resilienz beschreibt, wie Familien auf Stress reagieren, effektiv kommunizieren und ihre gemeinsamen Stärken mobilisieren, wenn sie mit Krisen oder einschneidenden Ereignissen konfrontiert sind. „Eines der ermutigendsten Ergebnisse unserer Forschung ist, dass familiäre Resilienz eine wichtige Rolle für die Genesung von Patienten mit einem Schädel-Hirn-Trauma zu spielen scheint“, so Xiang. „Kinder, die sich von einem Schädel-Hirn-Trauma erholen und in unterstützenden Familien aufwachsen, haben möglicherweise ein geringeres Risiko für langfristige psychische Probleme. Die Stärkung familiärer Unterstützungssysteme und Resilienz kann ein wichtiger Weg sein, die Langzeitergebnisse von Patienten mit einer traumatischen Hirnverletzung zu verbessern.“ Diese Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung von Strategien, mit denen Familien ihre Resilienz während der Genesung stärken können. „Die Genesung nach einer Hirnverletzung bei Kindern betrifft weit mehr als nur das Kind selbst – sie findet in vielen Kontexten und mit vielen Beteiligten statt, wobei das Zuhause und die primären Bezugspersonen zu den wichtigsten gehören“, erläutert Dr. Christine Koterba, Kinderneuropsychologin am Nationwide Children’s Hospital, die nicht an dieser Studie beteiligt war. „Ich sehe, wie Genesung auch außerhalb des Gehirns stattfindet, in Umgebungen, in denen Kinder Zeit mit ihren festen Bezugspersonen verbringen. Diese Studie ebnet den Weg für zukünftige Forschung zur Resilienz von Bezugspersonen.“ (lj/BIERMANN) Auch interessant zum Thema Schädel-Hirn-Trauma: Augenbewegungstests decken Schädel-Hirn-Trauma Jahre nach Gehirnerschütterung auf Schweres Schädel-Hirn-Trauma: Frühe Neurorehabilitation reduziert Risiko für Alzheimer
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