Einfache Prostatektomie als effektive Therapieoption bei BPH mit hypokontraktiler Blase

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Die einfache Prostatektomie ist bei Patienten mit Benigner Prostata-Hyperplasie (BPH) und hypokontraktiler Blase eine effektive Therapieoption. Dies haben US-Urologen herausgefunden.

Um den Einfluss der Detrusorkontraktilität auf die Notwendigkeit eines Katheters nach der Operation zu untersuchen, führten Cyrus Chehroudi vom Glickman Urologic and Kidney Institute der Cleveland Clinic Foundation (USA) und Kollegen eine retrospektive Studie durch. Dafür identifizierten sie aus ihrer Datenbank die Patienten, die sich zwischen 2017 und 2024 einer einfachen Prostatektomie (offen oder minimalinvasiv) unterzogen hatten und bei denen präoperativ eine Urodynamik durchgeführt worden war.

Der Blasenkontraktilitätsindex (BCI) diente zur Kategorisierung der Patienten in normokontraktil (BCI ≥100) und hypokontraktil (BCI <100). Die Autoren verglichen demografische Daten, präoperative Urodynamik, perioperative Charakteristika und postoperative Variablen zwischen den beiden Gruppen, wobei der postoperative Katheterstatus der primäre Endpunkt war.

Von 101 Patienten wiesen 47 eine hypokontraktile Blase auf (medianer BCI 69 vs. 131). Der Altersmedian, der präoperative PSA-Wert und die Diabetesrate waren in beiden Gruppen vergleichbar. Die Mehrzahl der Eingriffe wurde in beiden Gruppen (normokontraktil und hypokontraktil) roboterassistiert durchgeführt (83 % bzw. 81 %). Patienten mit hypokontraktiler Blase brauchten präoperativ signifikant häufiger einen Katheter (77 % vs. 57 %; p=0,04). Es zeigten sich keine Unterschiede hinsichtlich der präoperativen Prostatagröße oder der Anwendung einer BPH-Pharmakotherapie.

Insgesamt waren 97 % der hypokontraktilen und 100 % der normokontraktilen Patienten postoperativ katheterfrei. Es gab keine Unterschiede in den postoperativen Ergebnissen, einschließlich des Gewichts des pathologischen Gewebes und des postoperativen PSA-Werts.

(ms/BIERMANN)

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