Einfluss herkömmlicher und E-Zigaretten auf den oxidativen Stress im Körper4. April 2017 Fot: © Tanja Esser – fotolia.com Eine italienische Arbeitsgruppe um Dr. Roberto Carnevale von der Sapienza-Universität Rom hat den Einfluss herkömmlicher Tabakzigaretten mit dem von E-Zigaretten auf den oxidativen Stress im Körper und auf die Endothelfunktion bei gesunden Rauchern und Nichtrauchern untersucht und verglichen. An der einfach verblindeten Crossover-Studie nahmen je 20 gesunde Raucher und Nichtraucher teil. Zunächst rauchten alle Probanden herkömmliche Zigaretten. Eine Woche später konsumierten dieselben Studienteilnehmer eine E-Zigarette mit demselben nominalen Nikotingehalt. Unmittelbar vor und nach dem Zigarettenkonsum wurden Blutproben genommen und darin Marker für oxidativen Stress, die Verfügbarkeit von Stickstoffmonoxid und der Vitamin-E-Spiegel gemessen. Auch die flussvermittelte Dilatation wurde ermittelt. Sowohl das Rauchen herkömmlicher Zigaretten als auch von E-Zigaretten führte zu einem signifikanten Anstieg in den Spiegeln für lösliches von NOX2 abgeleitetes Peptid und von 8-Iso-Prostaglandin F2α sowie zu einer signifikanten Abnahme der Bioverfügbarkeit von Stickstoffmonoxid und der Vitamin-E-Werte. Auch die flussvermittelte Dilatation nahm dadurch signifikant ab. Eine Analyse mittels verallgemeinerter Schätzgleichungen bestätigte, dass alle Marker für oxidativen Stress und die flussvermittelte Dilatation durch das Rauchen signifikant beeinflusst wurden und zeigten, dass sich der biologische Effekt von E-Zigaretten auf die Vitamin-E-Werte (p=0,413) und die flussvermittelte Dilatation (p=0,311) statistisch nicht von dem unterschied, der durch herkömmliche Zigaretten hervorgerufen wurde. Allerdings schienen E-Zigaretten weniger Auswirkungen auf die Werte löslicher von NOX2 abgeleiteter Peptids (p=0,001), 8-Iso-Prostaglandin F2α (p=0,046) und die Bioverfügbarkeit von Stickstoffmonoxid zu besitzen als herkömmliche Zigaretten. „Unsere Studie zeigt, dass sich beide Arten von Zigaretten schon nach 1-maligem Konsum negativ auf Marker für oxidativen Stress und auf die flussvermittelte Dilatation auswirken, auch wenn es scheint, dass dieser Einfluss bei E-Zigaretten geringer ausfällt“, fassen die Studienautoren zusammen. Autoren: Carnevale R et al. Korrespondenz: Dr. Roberto Carnevale, Sapienza University of Rome, Piazzale Aldo Moro 5, 00185 Rom, Italien Studie: Acute Impact of Tobacco vs Electronic Cigarette Smoking on Oxidative Stress and Vascular Function Quelle: Chest 2016;150(3):606–612. Web: journal.publications.chestnet.org
Mehr erfahren zu: "Mechanismus für Hyperinflammation bei COVID und Autoimmunkrankheiten entdeckt" Mechanismus für Hyperinflammation bei COVID und Autoimmunkrankheiten entdeckt Wissenschaftler beobachteten zur Hochzeit der Corona-Pandemie bei einigen Patienten eine Hyperinflammation. Ein Team unter Federführung der Universitäten und Universitätskliniken des Saarlandes und Münster hat nun einen Mechanismus beschrieben, der dafür […]
Mehr erfahren zu: "Jedes zweite Kind mit 12 Jahren verfehlt die Bewegungsempfehlung der WHO" Jedes zweite Kind mit 12 Jahren verfehlt die Bewegungsempfehlung der WHO Während der Fußball-Weltmeisterschaft war sechs Wochen lang der Werbespot zur Kampagne „Be Active“ zu sehen. Darin riefen FIFA und WHO Kinder weltweit zu mindestens 60 Minuten täglicher Bewegung auf. Eine […]
Mehr erfahren zu: "Individueller genetischer Hintergrund steuert Evolution von Krebs" Individueller genetischer Hintergrund steuert Evolution von Krebs Warum entwickelt sich Krebs bei verschiedenen Menschen unterschiedlich – selbst, wenn sie denselben Risikofaktoren ausgesetzt sind? Eine internationale Forschungsgruppe hat jetzt an Mäusen gezeigt, dass die genetische Ausgangsausstattung eines Organismus […]