Einfluss herkömmlicher und E-Zigaretten auf den oxidativen Stress im Körper

Elektrische Zigarette
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Eine italienische Arbeitsgruppe um Dr. Roberto Carnevale von der Sapienza-Universität Rom hat den Einfluss herkömm­licher Tabakzigaretten mit dem von E-Zigaretten auf den oxidativen Stress im Körper und auf die Endothelfunktion bei gesunden Rauchern und Nichtrauchern untersucht und verglichen. An der einfach verblindeten Crossover-Studie nahmen je 20 gesunde Raucher und Nichtraucher teil. Zunächst rauchten alle Probanden herkömmliche Zigaretten. Eine Woche später konsumierten dieselben Studienteilnehmer eine E-Zigarette mit demselben nominalen Nikotingehalt. Unmittelbar vor und nach dem Zigarettenkonsum wurden Blutproben genommen und darin Marker für oxidativen Stress, die Verfügbarkeit von Stickstoffmonoxid und der Vitamin-E-Spiegel gemessen. Auch die flussvermittelte Dilatation wurde ermittelt.

Sowohl das Rauchen herkömmlicher Zigaretten als auch von E-Zigaretten führte zu einem signifikanten Anstieg in den Spiegeln für lösliches von NOX2 abgeleitetes Peptid und von 8-Iso-Prostaglandin F2α sowie zu einer signifikanten Abnahme der Bioverfügbarkeit von Stickstoffmonoxid und der Vitamin-E-Werte. Auch die flussvermittelte Dilatation nahm dadurch signifikant ab. Eine Analyse mittels verallgemeinerter Schätzgleichungen bestätigte, dass alle Marker für oxidativen Stress und die flussvermittelte ­Dilatation durch das Rauchen sig­nifikant beeinflusst wurden und zeigten, dass sich der biologische Effekt von E-Zigaretten auf die Vitamin-E-Werte (p=0,413) und die flussvermittelte Dilatation (p=0,311) statistisch nicht von dem unterschied, der durch herkömmliche Zigaretten hervorgerufen wurde. Allerdings schienen E-Zigaretten weniger Auswirkungen auf die Werte löslicher von NOX2 abgeleiteter Peptids (p=0,001), 8-Iso-Pro­staglandin F2α (p=0,046) und die Bioverfügbarkeit von Stickstoffmonoxid zu besitzen als herkömmliche Zigaretten.

„Unsere Studie zeigt, dass sich beide Arten von Zigaretten schon nach 1-maligem Konsum negativ auf Marker für oxidativen Stress und auf die flussvermittelte Dilatation auswirken, auch wenn es scheint, dass dieser Einfluss bei E-Zigaretten geringer ausfällt“, fassen die Studien­autoren zusammen.

 

Autoren: Carnevale R et al.
Korrespondenz: Dr. Roberto Carnevale, Sapienza University of Rome, Piazzale Aldo Moro 5, 00185 Rom, Italien
Studie: Acute Impact of Tobacco vs Electronic Cigarette Smoking on Oxidative Stress and Vascular Function
Quelle: Chest 2016;150(3):606–612.
Web: journal.publications.chestnet.org