Einfluss spezifischer Ernährungsmuster auf chronische Erkrankungen11. August 2023 © InsideCreativeHouse – stock.adobe.com (Symbolbild) Chronische Krankheiten sind für <50% aller vorzeitigen Todesfälle und >90% der jährlichen Gesundheitsausgaben in den USA verantwortlich. Eine gesunde Ernährung dient daher einer potenziell kosteneffizienten Strategie zur Senkung des Risikos chronischer Krankheiten, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes (T2D) oder Krebs. Ernährungsmuster, die eine Vielzahl von Lebensmitteln, Nährstoffen und Getränken charakterisieren, könnten daher als nützliche Instrumente helfen, die Gesamtwirkung der Ernährung auf gesundheitliche Risiken darzustellen. Die Vergleichbarkeit verschiedener Ernährungsformen wurde bislang noch nicht hinsichtlich der Verbesserung der Gesamtgesundheit analysiert. Nun haben US-amerikanische Forschende für eine aktuelle Studie 205.852 Angehörige von Gesundheitsberufen aus insgesamt 3 US-Kohorten mit einem Follow-up von ≤32 Jahren untersucht. In die Analyse gingen die prospektiven Ergebnisse von 2 mechanistischen Ernährungsweisen und 6 auf Ernährungsempfehlungen basierenden Ernährungsformen in Bezug auf ihre Auswirkungen auf schwere chronische Erkrankungen ein. Eine schwere chronische Erkrankung war definiert als zusammengesetztes Ergebnis aus schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen, T2D und Krebs. Die Ergebnisse dieser Studie deuten darauf hin, dass Ernährungsmuster, die mit Markern für Hyperinsulinämie und Entzündungen sowie mit der Entwicklung von Diabetes assoziiert sind, Aufschluss über künftige Ernährungsrichtlinien zur Prävention chronischer Krankheiten geben können. Die Forscher konnten in ihrer Studie nachweisen, dass die Einhaltung einer gesunden Ernährung mit einem geringeren Risiko für schwere chronische Erkrankungen assoziiert war (HR beim Vergleich des 90. mit dem 10. Perzentil der Ernährungsmuster-Scores 0,58–0,80). Bei Teilnehmern mit einer insulinarmen (HR 0,58; 95%-KI 0,57–0,60), entzündungsarmen (HR 0,61; 95%-KI 0,60–0,63) oder einer das Diabetesrisiko reduzierenden (HR 0,70; 95%-KI 0,69–0,72) Ernährung zeigte sich die größte kombinierte Risikoreduktion für schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, T2D und Krebs, aber auch für die einzelnen Erkrankungen. Ähnliche Ergebnisse wurden bei allen Geschlechtern, aber auch verschiedenen ethnischen Gruppen beobachtet. Fazit Eine gesunde Ernährung kann dazu beitragen, das Risiko schwerwiegender chronischer Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, T2D und Krebs zu verringern. Die Studie zeigt, dass Ernährungsmuster, die mit geringem Insulin- und Entzündungsgehalt sowie reduziertem Diabetesrisiko verbunden sind, die besten Ergebnisse in Bezug auf die Risikoreduktion liefern, unabhängig vom Geschlecht und ethnischen Hintergrund. (je) Autoren: Wang P et al. Korrespondenz: Peilu Wang; [email protected] Studie: Optimal dietary patterns for prevention of chronic disease Quelle: Nat Med 2023;29(3):719–728. Web: https://doi.org/10.1038/s41591-023-02235-5
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