Eisenmangel bei pädiatrischen Nierentransplantationsempfängern: Eisencarboxymaltose wirksam und gut verträglich

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Die Sicherheit und Wirksamkeit von Eisencarboxymaltose bei pädiatrischen Nierentransplantationsempfängern ist Thema einer aktuellen Studie aus Italien.

Nach einer Nierentransplantation leiden Kinder häufig an einer Anämie. Diese posttransplantative Anämie ist multifaktoriell, wobei Eisenmangel eine häufige Ursache ist. Doch leider ist eine orale Eisensupplementierung oft unwirksam. Eisencarboxymaltose (FCM) ist ein Eisenpraparat, das intravenös verabreicht wird. Bei pädiatrischen Nierentransplantationsempfängern sind seine Sicherheit und Wirksamkeit jedoch noch nicht nachgewiesen.

Um diese Lücke zu schließen, führten kürzlich italienische Wissenschaftler eine entsprechende Studie durch und stellten fest, dass FCM eine wirksame und gut vertragliche Behandlung für pädiatrische Nierentransplantationsempfänger mit Eisenmangel und/ oder Eisenmangelanamie ist. Sie unterstreichen aber ausdrücklich die Notwendigkeit größerer, aussagekräftiger Studien, um FCM in dieser Population endgültig zu testen.

Die neuen Forschungsergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Pediatric Nephrology“ veröffentlicht.

Posttransplantative Anämie im Fokus

An der retrospektiven Kohortenstudie nahmen KT-Patienten teil, bei denen gemäß den „Kidney Disease: Improving Global Outcomes“-Leitlinien ein Eisenmangel und/oder eine Eisenmangelanämie diagnostiziert worden war und die zwischen Dezember 2016 und November 2022 FCM erhielten. Die Hämoglobin-, Transferrinsättigungs- und Ferritinwerte bestimmten die Experten zu Beginn der Studie sowie nach einem, drei, sechs und zwölf Monaten nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 41,8 Monaten nach der Transplantation.

Einen Eisenmangel wiesen 15 Patienten auf und zehn von ihnen zeigten auch eine Eisenmangelanämie. Zu jedem Nachuntersuchungszeitpunkt lag der mediane Anstieg der Hämoglobinwerte zwischen 1,2 und 1,4 g/dl. Die Ferritinwerte stiegen bis zu sechs Monate nach der Behandlung signifikant an, während sich die Transferrinsättigung nach 30 Tagen verbesserte. Die Phosphatwerte zeigten während der gesamten Nachbeobachtungszeit keinen Rückgang, und in der Studienpopulation beobachteten die Forscher keine Nebenwirkungen.

(jh)