Else Kröner-Fresenius-Stiftung unterstützt KI-Projekt: Von der Kopienzahlvariation zur Krebstherapie20. Oktober 2023 Dr. Dr. Emre Kocakavuk. Foto: ©Jochen Tack/UDE/UK Essen Eine Kopienzahlvariation (CNV) kann für eine Veränderung längerer Abschnitte im Genom sorgen, indem sie z.B. vervielfältigt werden oder verloren gehen. Diese CNVs scheinen auch den Ausbruch, das Fortschreiten und die Behandlungsresistenz von Krebs zu beeinflussen. Wie genau diese Einflüsse aussehen, ist jedoch noch kaum erforscht. Dr. Emre Kocakavuk ist Clinician Scientist an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen, der Klinik für Hämatologie und Stammzelltransplantation und dem Westdeutschen Tumorzentrum am Universitätsklinikum Essen. Mit seinem Team untersucht er in einem neuen Projekt CNVs bei rezidivierten und metastasierten Krebserkrankungen. Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung unterstützt sein Vorhaben mit 250.000 Euro. „Mein Ziel ist es, aus den CNVs mechanistische Signaturen zu identifizieren, die als Biomarker dienen können“, so Kocakavuk. Dazu werden die genomischen Veränderungen mit klinischen Behandlungsdaten verknüpft. Mit Hilfe lernfähiger Algorithmen werden dann Daten systematisch analysiert, um Vorhersagen über das Fortschreiten einer Krebserkrankung, Behandlungsresistenzen und Rückfälle treffen zu können. Auf diese Weise möchte Kocakavuk mit seinem Projekt den Weg für die Entwicklung neuer genombasierter Ansätze in der Präzisionsonkologie ebnen. Die Else Kröner-Fresenius-Stiftung vergibt jährlich sechs Memorialstipendien an besonders begabte und motivierte klinisch und wissenschaftlich tätige Ärzte in ihrer Karriere als Clinician Scientists. Die Stipendien dienen dazu, ein besonders erfolgversprechendes medizinisches Forschungsvorhaben signifikant weiterzubringen.
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