EMDR bei Tinnitus: Entlastung des Ohres über die Augen29. Januar 2020 Foto: ©Jérôme Rommé/Adobe Stock EMDR steht für „Eye Movement Desensitization and Reprocessing“. Das Verfahren stammt ursprünglich aus der Psycho(trauma)therapie und wurde nun im Rahmen einer prospektiven interventionellen Studie als Behandlungsoption bei Tinnitus (tEMDR) evaluiert. Die Ergebnismessungen der Studie umfassten Fragebögen zum Tinnitus selbst sowie zur Verfassung der Patienten und wurden zu Baseline, während und 6 Monate nach tEMDR erhoben. Die Werte im „Tinnitus Handicap Inventory and Beck Depression Inventory“ zeigten eine statistisch signifikante Verbesserung bei Einleitung einer tEMDR; diese Verbesserung hielt über 6 Monate des Nachbeobachtungszeitraumes an. Es kam außerdem zu einer moderaten, aber statistisch nicht signifikanten Verbesserung der Werte im Beck-Angst-Inventar. Der Behandlungseffekt konnte über mindestens 6 Monate nach Therapieende aufrecht erhalten werden. Nach Ansicht der Autoren sei diese Studie von besonderem Interesse, da das Studienprotokoll die Diversität von Tinnitus-Patienten berücksichtigt; trotzdem seien größere und hochwertigere Studien zur Verifizierung dieser vorläufige Ergebnisse nötig. (am)
Mehr erfahren zu: "Morbus Sjögren: Präzisionstherapie für Autoimmun-Erkrankung in Sicht" Morbus Sjögren: Präzisionstherapie für Autoimmun-Erkrankung in Sicht Der Entzündungs-Botenstoff Interferon-Alpha kann die Sjögren-Krankheit auslösen. Das zeigt eine aktuelle Studie des Universitätsklinikums Bonn (UKB) sowie der Universitäten Bonn, Edinburgh und Newcastle.
Mehr erfahren zu: "Nasopharynxkarzinom: Tislelizumab plus Chemotherapie" Weiterlesen nach Anmeldung Nasopharynxkarzinom: Tislelizumab plus Chemotherapie Eine aktuelle Studie legt Daten zur 3-Jahres-Wirksamkeit der Kombination aus Tislelizumab plus Chemotherapie zur Behandlung des Rezidivierenden oder metastasiertem Nasopharynxkarzinoms vor.
Mehr erfahren zu: "KBV: „Patientendaten müssen vertraulich bleiben“" KBV: „Patientendaten müssen vertraulich bleiben“ Laut Kabinettsentwurf eines Gesetzes für Daten und digitale Innovationen im Gesundheitswesen (GeDIG) soll der Zugriff der Kassen auf die elektronische Patientenakte (ePA) nochmals erweitert werden. Die KBV warnt vor einem […]