Endometrioides und nichtendometrioides Endometriumkarzinom: Prävalenz von Sentinel-Lymphknoten-Metastasen im Becken

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Eine am Universitatsklinikum Lund durchgeführte Studie liefert detaillierte Informationen zu Prävalenz und Größe von pelvinen Sentinel-Lymphknoten (SLN)-Metastasen beim Endometriumkarzinom.

Über die Ergebnisse berichten die Forschenden um Dr. Michele Bollino von der Abteilung für Geburtshilfe und Gynäkologie im „European Journal of Cancer“. Demnach wurden von Juni 2014 bis Januar 2024 alle Frauen mit auf den Uterus beschränktem Endometriumkarzinom eingeschlossen, die sich an dem Universitätsklinikum einer robotergestutzten Operation inklusive Detektion pelviner SLN-Metastasen unterzogen.

Alle SLNs wurden einem Ultrastaging und einer immunhistochemischen Untersuchung unterzogen. Von den 1101 Frauen hatten 72,6 Prozent ein low-grade und 7,6 Prozent ein high-grade endometrioides Karzinom und 19,8 Prozent ein nicht-endometrioides Karzinom

SLN-Metastasen waren bei 16,6 Prozent der Frauen vorhanden; 9,8 Prozent der präoperativ als low-grade eingeschätzten endometrioiden Karzinome im Stadium 1A (6,4 % der laut finaler Histologie tatsachlich low-grade 1A-Karzinome) und 58,3 bzw. 47,8 Prozent der high-grade endometrioiden und nichtendometrioiden Endometriumkarzinome im Stadium IB. Von den Patientinnen mit low-grade Endometriumkarzinomen hatten 45 von 95 (47,4 %) nur isolierte Tumorzellen (ITC) in den SLNs, verglichen mit 15 von 78 (19,2 %) bei den highgrade oder nicht-endometrioiden Endometriumkarzinomen (p<0,0001). „Das Risiko für Metastasen von 9,8 Prozent bei Frauen mit präoperativ als lowgrade eingeschätzten endometrioiden Karzinomen im Stadium 1A sollte dazu anspornen, auch in dieser Subgruppe nach SLN-Metastasen zu suchen“, schreiben Bollino und seine Kollegen.

(nec)