Endometriose: Erhöhtes Krebsrisiko bei Frauen laut US-Studie23. Juli 2024 Foto: © Rene-Lapeopleimages.com/stock.adobe.com Eine US-Studie von hat ergeben, dass Frauen mit schwerer Endometriose ein zehnmal höheres Risiko haben, an Eierstockkrebs zu erkranken, als Frauen, die nicht an der Krankheit leiden. Die Studie der US-Forscher des Huntsman Cancer Institute an der University of Utah (U), der Spencer Fox Eccles School of Medicine an der U und der Boston University Chobanian & Avedisian School of Medicine, schloss über 78.000 Frauen mit Endometriose ein und wurde im „Journal of the American Medical Association“ veröffentlicht. Frühere Studien haben bereits einen kausalen Zusammenhang zwischen Endometriose und Eierstockkrebs nachgewiesen, heißt es in der Studie. Nun konnten die Forscher nach eigenen Angaben jedoch zum ersten Mal die Inzidenzraten verschiedener Endometrioseformen und Subtypen von Eierstockkrebs analysieren. „Dies sind wirklich wichtige Ergebnisse“, kommentiert Prof. Jennifer Doherty, Forscherin und Co-Leiterin des Programms für Krebskontrolle und Bevölkerungswissenschaften am Huntsman Cancer Institute, USA. Sie fährt fort: „Dies wirkt sich auf die klinische Versorgung von Menschen mit schwerer Endometriose aus, da sie von einer Beratung über das Risiko und die Prävention von Eierstockkrebs profitieren würden. Diese Forschung wird auch zu weiteren Studien führen, um die Mechanismen zu verstehen, durch die bestimmte Arten von Endometriose verschiedene Arten von Eierstockkrebs verursachen.“ Ergebnisse der Studie In der Kohorte aus Utah fanden die Forscher heraus, dass Frauen, die an schwereren Formen der Endometriose leiden, mit größerer Wahrscheinlichkeit Eierstockkrebs vom Typ I entwickeln. „Dort fanden wir ein 19-fach erhöhtes Risiko, das mit dem Zusammenhang zwischen Rauchen und Lungenkrebs vergleichbar ist“, berichtet Prof. Karen Schliep von der University of Utah. Ihre Berechnungen ergaben auch, dass Frauen mit jeder Art von Endometriose ein 4,2-fach höheres Risiko haben, an Eierstockkrebs zu erkranken, als Frauen ohne Endometriose. Außerdem haben sie ein mehr als siebenmal höheres Risiko, an Eierstockkrebs vom Typ I zu erkranken, der sich langsam entwickelt, aber auch nicht gut auf eine Chemotherapie anspricht. Als vorbeugende Maßnahme könnten Frauen mit Endometriose Operationen wie eine Hysterektomie oder die Entfernung der Eierstöcke vornehmen lassen, heißt es in der Studie. Dabei handelt es sich jedoch um invasive Eingriffe, und die Forscher sagen, dass mehr Forschung erforderlich ist, um zu wissen, ob dies die richtigen Maßnahmen sind.
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