Erfassung von chirurgischen Outcomes bei Hidradenitis suppurativa28. April 2026 Symbolbild: © fizkes – stock.adobe.com Die Erfassung und Benennung postoperativer Ergebnisse erfolgt bei Patienten mit Hidradenitis suppurativa (HS) bisher nicht standardisiert. Ein Delphi-Konsens bietet nun einen Rahmen für die Standardisierung der Berichterstattung. In der Studie wurde ein modifiziertes Delphi-Protokoll verwendet, um einen Konsens über die zu erhebenden Daten und die Begriffe zur Beschreibung der Ergebnisse nach HS-chirurgischen Eingriffen zu erzielen. Ein Steuerungskomitee von fünf Experten aus Europa und den USA erarbeitete vorläufige Definitionen und Fragebögen, die an eine Gruppe internationaler HS‑Experten verteilt wurden. Standardisierte Terminologie zur Beschreibung der Ergebnisse An der Delphi‑Studie nahmen 25 Dermatologen sowie Chirurgen mit Erfahrung in der HS‑Chirurgie teil. Nach 2 Befragungsrunden und strukturiertem Feedback wurde eine konsentierte Terminologie zur Beschreibung der Ergebnisse etabliert. Zu den vereinbarten Begriffen zur Beschreibung der Ergebnisse gehörten die Operationsstelle sowie die regionale Persistenz und Progression. Zudem wurde ein Konsens über wesentliche Merkmale erzielt, die für jedes der Outcomes berichtet werden sollen. Zu den wichtigsten Diskussionsthemen während des Delphi-Prozesses gehörten der genaue Zeitpunkt, zu dem zwischen Persistenz und Progression unterschieden werden muss, und die Herausforderung, die betroffene Oberfläche genau zu messen und abzugrenzen. Trotz dieser Herausforderungen wurde die Messung der Oberfläche als entscheidend für die Bewertung der Verringerung der Krankheitslast angesehen. Einheitliche Datenerfassung ermöglichen Die Autoren der im „Journal of the American Academy of Dermatology“ publizierten Studie gehen davon aus, dass die standardisierte Terminologie in Kombination mit bestehenden Definitionen für chirurgische Eingriffe eine einheitliche Datenerfassung vor und nach HS-Operationen ermöglichen wird. Sie räumen mehrere Einschränkungen ihrer Studienergebnisse ein. So weisen sie auf einen begrenzten inhaltlichen Fokus sowie die geringe Teilnehmerzahl hin. (ins)
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