Erforschung verbesserter CAR-T-Zellen am Universitätsklinikum Regensburg

(v.li.): Prof. Dr. Tobias Pukrop, Prof. Dr. Wolfgang Herr, Dr. Dennis Harrer und Prof. Dr. Oliver Kölbl. Foto: Franziska Holten/ © UKR

Dr. Dennis Harrer erhält eine Young-Scientist-Fellowship-Förderung durch das Bayerische Zentrum für Krebsforschung (BZKF). Mit seiner klinischen Forschung im Bereich der CAR-T-Zell-Therapie trägt der Assistenzarzt der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin III des Universitätsklinikums Regensburg (UKR) dazu bei, die Diagnostik und Therapie von Krebserkrankungen weiter zu verbessern.

„Die Mehrzahl der mit Chimären Antigenrezeptor (CAR)-T-Zellen behandelten Patienten kann bisher noch nicht geheilt werden. Mit unserer Forschungsarbeit wollen wir einen Beitrag dazu leisten, die Therapieerfolge zu erhöhen“, erklärt Harrer, Assistenzarzt der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin III des UKR.

Dabei helfen soll das SLAMF6-Protein. Bisher zeigte sich in Studien, dass das SLAMF6-Protein in löslicher Form bei tumorspezifischen CD8-T-Zellen den aktivierungsbedingten Zelltod reduzieren und die Abwehrfunktion gegen Tumorzellen erhöhen kann.

„Um das zu erreichen, modifizierten wir in früheren Forschungsarbeiten die Erzeugung von CAR-T-Zellen, damit diese ein vordefiniertes Molekül ausschütten. Im nächsten Schritt wollen wir darauf aufbauen und CAR-T-Zellen herstellen, welche das lösliche SLAMF6-Protein freisetzen, um darüber die Funktionalität der CAR-T-Zell-Therapie weiter zu verbessern“, so Harrer.

So wird als nächstes in einem „Stresstest“-System, das auf wiederholter Stimulation mit Krebszellen in vitro basiert, getestet, ob CAR-T-Zellen durch die Freisetzung löslicher SLAMF6-Proteine eine bessere Funktionalität aufweisen als herkömmliche CAR-T-Zellkonstrukte.

Dieses Forschungsprojekt von Harrer wurde im Rahmen eines wettbewerblichen Ausschreibungsverfahrens des Young-Scientist-Fellowship-Programms des Bayerischen Zentrums für Krebsforschung (BZKF) ausgewählt und erhält eine Förderung von 100.000 Euro.

„Die Krebsmedizin ist in stetigem Wandel, und es ist notwendig, dass wir kontinuierlich in die Forschung investieren. Als Partner im Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) sowie als onkologisches Spitzenzentrum besteht unser Auftrag nicht nur in der bestmöglichen Versorgung von Krebspatienten, sondern auch darin, die Forschung immer weiter voranzutreiben. Dabei stellen wir als onkologisches Spitzenzentrum sicher, dass neue Diagnose- und Therapieoptionen zeitnah im klinischen Alltag zur Anwendung kommen, um noch mehr Patienten bessere Chancen auf Heilung geben zu können. Aus diesem Grund freut es mich sehr, dass Dr. Harrer in das Young-Scientist-Fellowship-Programm des BZKF aufgenommen wurde“, fasst Professor Dr. Wolfgang Herr, Direktor der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin III des UKR, zusammen.

Über das Young-Scientist-Fellowship-Programm

Das BZKF fördert mit dem BZKF-Young-Scientist-Fellowship-Programm die besten Medizinern sowie die besten Lebenswissenschaftler – (Advanced) Medical Scientist, Clinician Scientist oder Clinical Trialist – im Bereich der Krebsforschung in Bayern und stellt damit sowohl die notwendigen Mittel als auch die Freiräume für eine erfolgreiche Krebsforschung an den sechs bayerischen Universitätsklinika bereit.