Ergebnisse einer Befragung unter mehr als 6000 Fachärzten zu Digitalisierung, Zweitmeinung und Co.11. Juli 2024 Grafik: FOCUS-Gesundheit „Focus-Gesundheit” hat erstmals detaillierte Ergebnisse seiner regelmäßigen Ärztebefragung veröffentlicht. Sie geben dem Magazin zufolge Einblicke in die Patientenversorgung in Deutschland. Welche Patientengruppen fragen am häufigsten nach einer Zweitmeinung? Wie digital sind die hochqualifizierten Fachärzte in Deutschland? Und woher kommen internationale Patienten, die sich gezielt in Deutschland behandeln lassen? Das und mehr hat die Ärztebefragung 2024 des Gesundheitsmagazins des Burda Verlages „Focus-Gesundheit” ermittelt. Die Datenerhebung sei seit vielen Jahren ein wichtiger Baustein der Methodik zur Ermittlung der Focus-Ärzteliste. Die Veröffentlichung detaillierter Ergebnisse erlaube nun erstmals einen tieferen und wertvollen Einblick in wichtige Aspekte des Gesundheitswesens, heißt es in einer Mitteilung. Mehr als 6300 Fragebögen hat das Forschungsinstitut FactField im Auftrag von „Focus-Gesundheit” ausgewertet – ausgefüllt von Fachärztinnen und Fachärzten für 126 Indikationen und Fachgebiete. Dem Magazin zufolge gibt es in Deutschland nur wenige derart umfangreiche Daten aus einer Befragung im Gesundheitswesen zur medizinischen Versorgung in Deutschland. Die Redaktion des Magazins hat fünf Themengebiete aus der Befragung aufbereitet, die folgend dargestellt sind: 1. Digitalisierung kommt Patienten zugute Die Digitalisierung kann dazu beitragen, die medizinische Versorgung zu verbessern. Dieser Meinung sind drei von vier Ärzten in Deutschland (76 Prozent), wie eine Umfrage des Forschungsinstituts FactField im Auftrag von FOCUS-Gesundheit unter rund 6300 hochqualifizierten Fachärzten ergab. Für fast jeden zweiten Arzt (44 Prozent) gehört die Online-Terminvergabe laut Umfrage zum Alltag. Auch Videosprechstunden sind der Studie zufolge inzwischen weit verbreitet: Fast jede dritte Klinik oder Praxis (31 Prozent) bietet sie bereits an. Allerdings: Zehn Prozent der befragten Ärzte gaben an, gar keine digitalen Services für Patienten bereitzuhalten. 2. Doppelt rät besser: Hohe Nachfrage bei Zweitmeinungen Sicher ist sicher. Deshalb machen viele Patienten von ihrem Recht auf eine ärztliche Zweitmeinung Gebrauch: Mehr als jeder zweite hochqualifizierte Facharzt in Deutschland (56 Prozent) wird dafür mehr als 30-mal im Jahr konsultiert. Am häufigsten wird die ärztliche Zweitmeinung der Umfrage zufolge in den Fachgebieten Augenheilkunde, Orthopädie, Radiologie und Nuklearmedizin, Gynäkologie sowie Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde nachgefragt. 3. Medizintourismus: Deutsche Mediziner sind gefragt Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate und Russland: Aus diesen Ländern kommen am häufigsten Patienten gezielt zur Behandlung nach Deutschland. Aber auch aus den direkten Nachbarländern suchen Patienten Fachärzte in Deutschland auf: Österreich und die Schweiz folgen auf den Plätzen vier und fünf. Die meisten Nennungen erhielt die Ukraine – von Medizintourismus kann hier aufgrund des aktuellen russischen Angriffskrieges allerdings keine Rede sein. Weit mehr als die Hälfte der befragten Ärzte (64 Prozent) behandeln internationale Patienten, die speziell dafür anreisen. 4. Hochqualifizierte Fachärzte im Dienst von Wissenschaft und Forschung Hochqualifizierte Fachärzte in Deutschland sind in Wissenschaft und Forschung sehr aktiv. Vor allem in der Onkologie, der Gynäkologie und der Gastroenterologie beteiligen sich die befragten Mediziner aktiv an der Forschung und haben in den vergangenen fünf Jahren eigene Patienten in Studien eingebracht. Im Schnitt veröffentlichten die Befragten demnach 15 wissenschaftliche Publikationen in den vergangenen vier Jahren. 5. Dr. Social: Die Patienten dort erreichen, wo sie sich im Netz aufhalten Ärzte geben ihr Wissen teilweise auch über Social Media weiter: Knapp jeder fünfte hochqualifizierte Facharzt informiert und klärt die Öffentlichkeit dort über medizinische Themen auf. Die beliebtesten Plattformen der Mediziner waren demnach Instagram (26 Prozent), Facebook (24 Prozent) und YouTube (18 Prozent). Die Videoplattform TikTok nutzen zwei Prozent der Ärzte, um zu informieren. Weitere Informationen zu FOCUS-Gesundheit und zur Datenerhebung der FOCUS-Ärzteliste finden Sie hier: focus-gesundheit.de sowie hier: focus-gesundheit.de/top-mediziner/methodik
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