Erhöhtes Oxalat im 24-Stunden-Urin: Risiko einer Chronischen Nierenkrankheit steigt

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Ist die 24-h-Ausscheidung von Oxalat (UOx) im Urin ein Risikofaktor für das Auftreten einer CKD? Diese Frage stelle sich kürzlich ein Team US-amerikanischer Wissenschaftler in seiner neuen Studie.

Nun berichtet es, dass das Risiko, an CKD zu erkranken mit zunehmender 24-h-UOx-Ausscheidung steigt. In künftigen Studien solle nun untersucht werden, ob eine Senkung des UOx-Gehalts das Risiko für die Entwicklung einer CKD verringert, so die Autoren.

Ihre Beobachtungsstudie umfasste 426.896 Personen im Alter von ≥ 18 Jahren, die bei Studienbeginn keine CKD aufwiesen und ≥ 1 Wert der UOx-Ausscheidung sowie mindestens 6 Monate Basis- und 6 Monate Follow-up-Daten aufwiesen. Auf Grundlage elektronischer Krankenakten und Daten zu Gesundheitsleistungen identifizierten sie eine neu auftretende CKD, definiert durch entsprechende Codes der Internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD). Den Zusammenhang zwischen den UOx-Kategorien und dem Auftreten von CKD modellierten sie mithilfe einer logistischen Regression, bei der Alter, Body-Mass-Index, Urinkalzium, Urincitrat, Urinvolumen, Tabakkonsum, Bluthochdruck, Diabetes, Malabsorption und kardiovaskuläre Erkrankungen berücksichtigt wurden. Die mittlere Nachbeobachtungszeit betrug 38,9 Monate.

Von den eingeschlossenen Personen hatten 11.239 (2,6 %) eine malabsorptive Grunderkrankung. Im Vergleich zu Personen mit UOx < 20 mg/24 h stieg die Wahrscheinlichkeit, eine CKD zu entwickeln, für UOx 20–29 mg/24 h bis 80 + mg/24 h und war für jede UOx-Kategorie ­statistisch signifikant (OR 1,14; 95 %-KI 1,07–1,21; OR 1,35; 95 %-KI 1,21–1,50). Ein ähnliches Muster beobachteten die Experten in einer Untergruppe mit einer mal­absorptiven Erkrankung, obwohl die Größenordnungen der Assoziation größer waren, wobei die Wahrscheinlichkeit, eine CKD zu ent­wickeln, für UOx 20–29 mg/24 h bis 80+ mg/24 h im Vergleich zu UOx < 20 mg/24 h erhöht war (OR 1,50; 95 %-KI 1,03–2,20; OR 2,34; 95 %-KI 1,50–3,63). (jh)