Ernährungsstrategien zur Abschwächung der postprandialen glykämischen Reaktion27. Dezember 2022 © Krakenimages.com – stock.adobe.com (Symbolbild) Die Aufrechterhaltung einer guten Blutzuckereinstellung zur Vermeidung von Komplikationen ist sowohl bei Menschen mit Typ-2-Diabetes (T2D) als auch bei Menschen mit Prädiabetes und in der Allgemeinbevölkerung entscheidend. Eine aktuelle Übersichtsarbeit niederländischer Wissenschaftler legte nun einen besonderen Fokus auf das Erläutern von Ernährungsstrategien, die angewandt werden können, um die Verdauung und Absorption von Nährstoffen zu hemmen und so die postprandiale glykämische Reaktion deutlich zu verbessern. Die postprandiale glykämische Reaktion ist das kombinierte Ergebnis mehrerer wichtiger Aspekte und Prozesse, nämlich der Gesamtmenge der aufgenommenen Kohlenhydrate, der strukturellen Eigenschaften der aufgenommenen Kohlenhydrate, der Geschwindigkeit der Magenentleerung, der Geschwindigkeit der Kohlenhydratverdauung und der Geschwindigkeit der Glukoseabsorption im Dünndarm. Interessanterweise, so die Autoren, könne eine Lebensstilintervention die Hyperglykämie wirksamer senken als eine medikamentöse Behandlung. Die Regulierung des postprandialen Blutzuckerspiegels sei komplex, doch könnten bestimmte Ernährungsstrategien angewandt werden, um die postprandiale Hyperglykämie abzuschwächen. Zu diesen Strategien gehören die Verringerung der Gesamtkohlenhydratzufuhr, der Verzehr von Kohlenhydraten mit einem niedrigeren glykämischen Index, die Zugabe von oder der Ersatz durch Süßstoffe und Ballaststoffe, die Verwendung von Nahrungsmitteln, die die Kohlenhydratverdauung oder Magenentleerung verzögern oder hemmen sowie die Verwendung von Nahrungsmitteln, die die intestinale Glukoseaufnahme blockieren. Es sei jedoch zu beachten, dass jeder Mensch unterschiedlich auf bestimmte Ernährungsmaßnahmen ansprechen könne. Daher sei ein personalisierter Ansatz wichtig, um die optimale Ernährungsstrategie zur Verbesserung des postprandialen Blutzuckerspiegels für jeden Einzelnen zu wählen, was jedoch ein besseres Verständnis der Mechanismen voraussetzt, die die unterschiedlichen Reaktionen der Einzelnen erklären. (bi) Autoren: Pasmans K et al. Korrespondenz: Ellen E. Blaak; [email protected] Studie: Nutritional strategies to attenuate postprandial glycemic response Quelle: Obes Rev 2022;23(9): e13486. Web: https://doi.org/10.1111/obr.13486
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