Erste Folge der KML-Podcasts erschienen: CLL – funktionelle Heilung möglich?11. Oktober 2022 KML-Podcasts: Erste Folge erschienen, das Thema: „CLL – funktionelle Heilung möglich?“. Bild: ©KML Das Kompetenznetz Maligne Lymphome (KML) produziert aktuell eine Podcastreihe zu Lymphomen & Leukämien mit dem Ziel, den fachlichen Diskurs unter Hämatologen anzuregen. Prof. Peter Borchmann, Oberarzt der Klinik I für Innere Medizin (Uniklinik Köln) und KML-Vorstandsmitglied ist Gastgeber dieser Reihe und diskutiert im Gespräch mit verschiedenen Experten relevante Fragen der klinischen Praxis zu Lymphomen & Leukämien. Nun ist die erste Folge erschienen, in der er gemeinsam mit Prof. Barbara Eichhorst die Frage aufwirft, ob man angesichts der aktuellen Fortschritte in der Behandlung von Patienten mit Chronisch lymphatischer Leukämie (CLL) von einer funktionellen Heilung sprechen kann: https://lymphome.de/podcast Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 25.000 Menschen an einem der verschiedenen Subtypen maligner Lymphome. Das Feld entwickelt sich sehr dynamisch. In immer kürzeren Abständen werden neue Studienergebnisse zu Diagnostik und Therapie vorgestellt. Neue Therapeutika sind schon lange nicht mehr nur klassische Zytostatika, sondern zunehmend zielgerichtete Substanzen und Immuntherapeutika. Das Feld befindet sich also im einem relativ raschen Wandel. In der Praxis hängt die Frage, welches Therapiekonzept schließlich für welchen Patienten optimal ist, von zusätzlichen Faktoren ab. In dieser komplexen Situation neue Ergebnisse zu bewerten und in Therapie-Algorithmen einfließen zu lassen, erfordert eine intensive Auseinandersetzung mit Studiendaten und einen offenen Diskurs. Borchmann und das KML wollen mit diesem Podcast einen kompetenten und vor allem unabhängigen Beitrag zu diesem Diskurs leisten.In der ersten Podcastfolge diskutieren Borchmann und Eichhorst über die Fortschritte bei der Behandlung der CLL unter der Überschrift: “CLL: Therapieziel funktionelle Heilung für alle?” Anlass sind die aktuellen Ergebnisse der CLL13-Studie, die die konventionelle Chemoimmuntherapie bei körperlich fitten Patienten mit Erstdiagnose einer CLL durch innovative Konzepte mit dem BCL-2-Inhibitor Venetoclax, dem BTK-Inhibitor Ibrutinib und den CD20-Antikörpern Rituximab und Obinutuzumab in verschiedenen Kombination herausgefordert hat. Diese Studie wurde kürzlich in Wien beim Kongress der Europäischen Fachgesellschaft von Eichhorst vorgestellt.Borchmann und Eichhorst sind Oberärzte der Klinik I für Innere Medizin der Uniklinik Köln und engagieren sich im KML für den wissenschaftlichen Austausch innerhalb der hämatologischen Community. Darüber hinaus sind sie ausgewiesene Experten zu verschiedenen lymphatischen Erkrankungen. Eichhorst ist wissenschaftliche Sekretärin der Deutschen CLL-Studiengruppe (DCLLSG) und maßgeblich für die Entwicklung neuer Therapiekonzepte und die Durchführung von Therapieoptimierungsstudien bei der CLL verantwortlich. Hinzu kommt translationale und klinische Forschung zur Richter-Transformation. Die Medizinerin vereint jahrzehntelange Erfahrung in der Studienlandschaft mit persönlicher Erfahrung in Praxis als Leiterin der CLL-Zweitmeinungssprechstunde. Borchmann ist Co-Chairman der Deutschen Hodgkin-Studiengruppe (GHSG) und forscht außerdem zur Entwicklung zellulärer und humoraler Immuntherapien für Lymphome, insbesondere zu rezidivierten/refraktären B-Zell-Lymphomen. Er leitet den klinischen Schwerpunkt maligne Lymphome der Klinik I für Innere Medizin an der Uniklinik Köln und vertritt die Klinik in den akademischen, nationalen Studiengruppen.Die Podcasts werden aus Spenden an das KML finanziert und können auf der KML-Website https://lymphome.de/podcast sowie über die üblichen Audio-Streamingplattformen abgespielt werden. Das KML freut sich über ein Feedback oder Themenwünsche: [email protected]
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