Erste zertifizierte Audiologische CI-Assistentin in Deutschland am UKSH20. Juni 2022 Matthias Hey, Leiter der Audiologie an der HNO-Klinik und Mitglied der Fachgesellschaft, überreichte Britta Böhnke das Zertifikat. Foto: Maximilian Hermsen/UKSH Dipl.-Ing. Britta Böhnke aus der Klinik für Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie, Phoniatrie und Pädaudiologie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, ist die erste durch die Deutsche Gesellschaft für Audiologie (DGA) zertifizierte Audiologische CI-Assistentin in Deutschland. Mit der Fachanerkennung hat die UKSH-Audiologin ein Zertifikat erworben, das sie nach Prüfung durch eine Expertenkommission für die in der Versorgung mit Hörimplantaten anfallenden audiologischen Aufgaben als fachkundig und erfahren ausweist. „Wir gratulieren Frau Böhnke ganz herzlich zu diesem Erfolg. Mit ihrem Wissensstand ist sie nicht nur eine wertvolle und fachkundige Ansprechpartnerin für unsere Patientinnen und Patienten, sondern auch Vorbild für junge Kolleginnen und Kollegen, an die sie ihre Erfahrung gern weiterreicht“, sagt Klinikdirektorin Prof. Petra Ambrosch.Im zertifizierten Audiologischen Zentrum der HNO-Klinik am Campus Kiel werden jährlich mehrere Tausend Patientinnen und Patienten mit Hörstörungen untersucht. Die Versorgung mit Cochlea-Implantaten (CI) bei hochgradig schwerhörigen Patientinnen und Patienten gehört zu den anspruchsvollsten medizinisch-technischen Behandlungen, an denen Audiologinnen und Audiologen maßgeblich mitwirken. Die kompetente Arbeit mit dem CI und anderen aktiven Hörimplantaten erfordert profunde Kenntnisse der Audiologie, Akustik, Technik, Anatomie des Hörsystems, Elektrophysiologie, Psychoakustik, Schwerhörigen- und Gehörlosenpädagogik sowie der Zusammenhänge zwischen diesen Fachgebieten.Für eine exzellente Therapie ist es von Bedeutung, dass hervorragend ausgebildete Audiologen und Ingenieure mit langjähriger Erfahrung im Bereich der Anpassung, Optimierung und Funktionsprüfung der Implantate auch bei komplizierten Versorgungen tätig sind. „Nur durch eine von ausgewiesenen Fachleuten kontrollierte hohe Qualifikation in den genannten Bereichen wird das Potential der aufwendigen CI-Versorgung im Sinne einer Optimierung des Versorgungserfolges ausgeschöpft und das Risiko einer Gefährdung des Patienten minimiert“, erläutert PD Dr. rer.nat. Matthias Hey, Leiter der Audiologie an der HNO-Klinik.Seit 1988 sind über 1.700 Patientinnen und Patienten mit einem Cochlea-Implantat am UKSH, Campus Kiel, versorgt worden, das als eines der renommiertesten Zentren für die CI-Versorgung in Deutschland gilt. Der jüngste in Kiel versorgte Patient war zum Zeitpunkt der Operation acht Monate alt, der älteste 90 Jahre. Die umfassende Therapie ist nur durch die Zusammenarbeit verschiedenster Berufsgruppen möglich: Fachleute aus Medizin, Audiologie, Sonderpädagogik und Logopädie arbeiten an der Klinik Hand in Hand.
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