Evidenzbasierte Empfehlungen für die Immuntherapie bei Inhalationsallergien4. März 2024 Foto: © galitskaya – stock.adobe.com Die American Academy of Otolaryngology-Head and Neck Surgery Foundation (AAO-HNSF ) veröffentlichte Ende Februar 2024 eine neue Leitlinie. Diese bietet evidenzbasierte Empfehlungen zur Behandlung von Inhalationsallergien mittels Immuntherapie und zeigt Möglichkeiten zur Qualitätsverbesserung auf. „Mehr als 50 Millionen Amerikaner leiden jährlich an Allergien. Trotz der weitverbreiteten Anwendung der Allergen-Immuntherapie (AIT) gibt es zahlreiche klinische Dilemmata, darunter die Auswahl der Patienten, die Art der Verabreichung der Immuntherapie und die Notwendigkeit, die Sicherheit und Wirksamkeit der AIT zu bewerten und zu gewährleisten”, sagte Richard K. Gurgel, Vorsitzender der AAO-HNSF Guideline Development Group (GDG). Die Allergen-Immuntherapie ist eine Behandlungsform, die zur Linderung von Allergiesymptomen und zur Verbesserung der Lebensqualität eingesetzt wird. Durch die Einnahme allmählich steigender Dosen baut das Immunsystem eine Toleranz auf und wird weniger empfindlich. Im Gegensatz zu anderen Behandlungen kann die AIT auch nach dem Absetzen der Behandlung zu dauerhaften Vorteilen führen. Dadurch müssen weniger andere Medikamente eingenommen werden. Darüber hinaus gibt es Hinweise darauf, dass eine AIT die Asthmasymptome verringern und die Entstehung von Asthma und neuen Allergien verhindern kann. Die Leitlinie enthält 12 evidenzbasierte Key Action Statements (KAS), die Ärzten als Leitfaden für die Behandlung von Patienten mit Symptomen von Inhalationsallergien dienen. Die vollständigen KAS und die Leitlinie mit weiteren ergänzenden Materialien finden Sie unter https://www.entnet.org/AITCPG. „Die Entwicklungsgruppe der Leitlinie hat die strenge, evidenzbasierte Methodik der AAO-HNSF angewandt, um qualitativ hochwertige Empfehlungen zur Immuntherapie zu erstellen. Wir hoffen, dass diese Leitlinie ein wertvolles Hilfsmittel zur Optimierung der Patientenversorgung und zur Verringerung unnötiger und kostspieliger Unterschiede in der AIT-Behandlung sein wird“, so Gurgel.
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