Ex-Chefarzt baut Urologie-Abteilung an Pforzheimer Schönheitsklinik auf5. Juli 2018 Pforzheim (im Bild das Bezirksamt) hat den Beinamen “Goldstadt”, da hier etwa 75 Prozent der deutschen Schmuckwaren produziert werden und sich die einzige Goldschmiedeschule mit Uhrmacherschule Deutschlands in der Stadt befindet. Foto: pusteflower9024 – Fotolia.com Prof. Sven Lahme, Ex-Chefarzt des Siloah St. Trudpert Klinikums in Pforzheim, leitet seit 1. Juli in der „Goldstadt Privatklinik für plastische und ästhetische Chirurgie“ die neu gegründete Abteilung für Urologie. Lahme ist Spezialist für minimalinvasive Operationstechniken wie die minimalinvasive perkutane Nephrolitholapaxie (Mini-PCNL). Für seine Entwicklungen auf dem Gebiet der Urologie erhielt er 2015 den Wirtschaftspreis der Stadt Pforzheim. Trennung im Streit Mehr als 13 Jahre war er als Chefarzt am Siloah St. Trudpert Klinikum tätig. Im Mai dieses Jahres dann trennte sich das Klinikum von dem Urologen – oder der Urologe trennte sich vom Klinikum, je nach Sichtweise. Wie die „Pforzheimer Zeitung“ (PZ) berichtete, habe die Geschäftsführung „dem Chefarzt aufgrund Falschabrechnungen gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung im Rahmen der Ermächtigungsambulanz und Verstoßes gegen den Nutzungsvertrag die außerordentliche, fristlose Kündigung zum 23. Mai ausgesprochen“, so das Klinikum in einem Statement. Lahme dagegen betonte, er selbst habe dem Klinikum „aus wichtigem Grund die außerordentliche Kündigung mit sofortiger Wirkung“ ausgesprochen. Die Vorwürfe seien „unberechtigt und unzutreffend“. Gegenüber der PZ erklärte Lahme, das Siloah habe später seinerseits gekündigt, „im Zusammenhang mit einer Furcht vor zukünftiger Konkurrenz bei der Versorgung urologischer Patienten“, wie er vermutet. Hotel-Urologie für Privatpatienten Jetzt jedenfalls will der Ex-Chefarzt und neue Ärztliche Direktor der „Goldstadt-Klinik“ „moderne Urologie in stilvollem Ambiente“ bieten, wie es auf der Klinik-Website heißt – allerdings nur für Privatpatienten. Laut einer Image-Broschüre werden dort „die modernen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden des urologischen Fachgebietes „angeboten. Schwerpunkt seien die minimalinvasiven Operationen von Blase, Prostata und Niere. „Es steht die modernste Ausstattung, so z.B. auch die Möglichkeit einer Kernspintomographie-fusionierten Biopsie der Prostata zur Verfügung – bisher einzigartig in der Region Pforzheim“, ist dort zu lesen. Für die privatversicherten Patienten wird der Krankenhausaufenthalt einem Hotelurlaub gleichkommen, glaubt man der Broschüre: „Alle Einzelzimmer mit eigenem Badezimmer sind liebevoll gestaltet, jedes in einem individuellen Farbkonzept. Die Patientenzimmer bestechen durch französische Stilmöbel, geschmackvolle Blumentapeten, dem Patientenbett mit Komfortmatratze, dem Flachbildschirm-TV-Gerät, außergewöhnlichen Leuchten sowie wohnlichen Vorhängen. Sämtliche Räume sind klimatisiert.“ (ms)
Mehr erfahren zu: "Head-to-Head-Test favorisiert Nitrofurantoin gegen unkomplizierte Harnwegsinfektionen bei Frauen" Weiterlesen nach Anmeldung Head-to-Head-Test favorisiert Nitrofurantoin gegen unkomplizierte Harnwegsinfektionen bei Frauen In einer randomisierten, offenen Studie mit vier Therapieregimen gegen unkomplizierte Infektionen der unteren Harnwege (HWI) bei Frauen war Nitrofurantoin die wirksamste Therapie. Die einmalige Gabe von Fosfomycin half am wenigsten. […]
Mehr erfahren zu: "ctDNA schärft Prognose bei neu diagnostiziertem metastasierten Prostatakarzinom" ctDNA schärft Prognose bei neu diagnostiziertem metastasierten Prostatakarzinom Die Prognose beim neu diagnostizierten metastasierten Prostatakarzinom kann sehr unterschiedlich ausfallen. Könnte die dynamische Überwachung per zirkulierender Tumor-DNA (ctDNA) in Verbindung mit dem PSA-Wert und klinischen Parametern die Genauigkeit der […]
Mehr erfahren zu: "Hochrisiko-Prostatakrebs ohne Metastasen: Testosteron als Biomarker für Docetaxel-Zusatz" Hochrisiko-Prostatakrebs ohne Metastasen: Testosteron als Biomarker für Docetaxel-Zusatz Der Testosteron-Wert kann bei ansonsten gesunden Patienten mit nicht metastasiertem Hochrisiko-Prostatakrebs als Biomarker für die Frage dienen, ob Docetaxel zusätzlich zu einer Strahlentherapie (RT) und Androgendeprivationstherapie (ADT) verabreicht werden sollte.